Zug an Haltestelle

Viergleisige Westbahnstrecke Salzburg

Köstendorf für attraktiven Nahverkehr unabdingbar
Attraktiver Nahverkehr braucht viergleisigen Ausbau
Für Stadt und Land ergibt sich die Situation, dass drei S-Bahnen auf die Stadt Salzburg
zulaufen.Die S1 (Salzburg – Lamprechtshausen) setzt stetig auf einen dichteren Taktverkehr
– im Halbstunden- und Viertelstunden-Intervall – mit selektiven Streckenausbauten und kann
damit jährlich einen Fahrgastzuwachs verzeichnen. Bei der S 3 (Salzburg – Golling) haben
sich die Fahrgastzahlen in den letzten Jahren sogar verdreifacht. Sollen die Fahrgäste der
S2 (Salzburg – Attnang-Puchheim) ein ähnliches Taktangebot und eine kürzere Fahrzeit
haben, ist ein viergleisiger Ausbau zwischen Salzburg und Köstendorf ein MUSS.

S2 hinkt hinter S1 und S3 nach
Bei der Weststrecke besteht noch die Herausforderung, nicht nur den Nahverkehr, sondern
auch den nationalen und internationalen Fernverkehr abwickeln zu müssen. Derzeit
verunmöglicht der Fernverkehr sowohl der WESTbahn als auch der ÖBB jenen Taktfahrplan
analog zur S2 oder S1.

Zähes Ringen um Trasse führte zum Erfolg
Nach langem Ringen haben sich Bund, Land und Stadt mit der ÖBB-Infrastruktur auf eine
Trassenführung geeinigt. Dabei gab es ein langes Ringen, allen Anrainern gerecht zu
werden. Viele Einsprüche und eine meist ungeordnete Raumplanung der Gemeinden haben
schließlich zu einer Variante mit einer langen Tunnelstrecke geführt: Bei einer Streckenlänge
von 21,3 km – davon 16,5 km im Tunnel – wurde den Anrainerwünschen weitgehend
Rechnung getragen. Die Bahnreisenden, die die Natur mit der schönen Seenlandschaft
genießen, sehen das mit gemischten Gefühlen.

Bei Abwägung aller Argumente sollte davon ausgegangen werden, dass das Projekt
grundsätzlich rasch umgesetzt wird. Für die Frage der Deponierung und des
Weitertransportes des Aushubmaterials wird es wohl eine kompakte, naturschutzrechtliche
Lösung geben!
Die überparteiliche Fahrgastvertretung probahn ÖSTERREICH appelliert an die Anrainer,
aber auch an die Landes- und Bundespolitik und die Kommunen, den viergleisigen Ausbau
der Weststrecke mitzutragen und auch gegenüber ihren Bürger*innen zu vertreten.
Vereinzelte Bürgermeister sollten sich nicht als „Hobby-Planer“ betätigen und die
Bevölkerung nicht verunsichern.
Von Bund und ÖBB-Infrastruktur fordert probahn ÖSTERREICH, durch strategische
Überlegungen die Bauzeit von insgesamt 16 Jahren wesentlich zu verkürzen.

Für probahn ÖSTERREICH
Peter Haibach
Foto-text: Moderner ciyjet eco, der auch in Salzburg eingesetzt werden soll, vor der Testfahr
am Salzburger Hauptbahnhof. Foto: Annabelle Posch