Finnländische Bahn

Finnland Vorreiter für Österreich

Finnland zeigt Österreich den Weg auf in die Zukunft der mobilen Vielfalt. Unter der Führung der jüngsten finnischen Ministerpräsidentin Sanna Marin in einer Fünf-Parteien-Regierung mit Sozialdemokraten, Grünen, Linken und Schwedische Volkspartei einigte man sich darauf, bis 2035 ein klimaneutrales Land zu sein.

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Das bedeutet raus aus Kohlen und Torfabbau hin zur Erdwärme für Smart Cities mit modernen Fahrzeugsystemen wie Roboter für die Zustellung von Gütern in den Städten, autonom fahrenden Fahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Der CO2-Abbau soll dazu schneller von statten gehen. Einzig an der Atomenergie will Finnland festhalten und diese ausbauen, weil sie darin Zukunftslösungen sehen mit weniger Energieverbrauch.

Österreich könnte und sollte den finnischen Weg beschreiten. Der hohe Energie- und CO2-Verbauch muss gestoppt werden und durch klimaneutrale Verkehrssysteme ersetzt werden. Benzin- und Dieselpreise müssen steigen, die Preise für die mobile Vielfalt müssen sinken. Verkehrsministerin Leonore Gewessler hat mit dem Salzburger Verkehrslandesrat Stefan Schnöll einen Partner gefunden, um in Salzburg die seit 30 Jahren umstrittene Stadtregionalbahn vom Norden in den Süden durch die Stadt ab 2023 umzusetzen. Ein Vertrag zwischen Bund und Land Salzburg wurde bereits abgeschlossen. Mehr im Interview mit Stefan Schnöll anbei. Leider hält Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) noch immer an einer autogerechten Festspielstadt Salzburg fest, die von der Mehrheit der Stadtbevölkerung abgelehnt wird. Leider tragen die Salzburger Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung die Haltung des Bürgermeisters mit, „noch mehr Parkplätze in der Innenstadt“ zu schaffen.
Erfreulich ist, dass die Bundeshauptstadt Wien über die Jahrzehnte an der mobilen Vielfalt festhält. Modernste Verkehrssysteme wie U-Bahnen, Straßen- und S-Bahnen, moderne Bussysteme werden umgesetzt. Dabei schafft Wien mehr denn je mehr Raum für Zufußgehende und Radfahrende. Auch Städte wie Linz, Innsbruck und Graz gehen in eine ähnliche Richtung. Die Linz AG punktet mit neuen Straßenbahnen und O-bussen. Ein Bericht der Arbeiterkammer Wien weist auf das „Für und Wider höherer Ökosteuern im Verkehrsbereich“ hin. Die Linzlinien blicken in die Zukunft unter dem Motto die „Zentrierung auf den Nutzer als Erfolgsfaktor“. Allerdings sind Europas Städte zumeist weiter als Österreich, worüber in dieser Ausgabe auch berichtet wird:

  • Die Stadt Basel ist unterwegs zu einer klimafreundlichen Mobilität.
  • Die Stadt Zürich setzt mit ihren öffentlichen Verkehrsmitteln auf die Botschaft „Wo wir fahren, lebt Zürich“.
  • Das Schweizer Unternehmen FAIRTIQ ermöglicht mit der FAIRTIQ-APP „Die einfachste Fahrkarte“ zum besten Preis.
  • Ein Bericht über „Dubrovnik – die Perle der Adria“ lässt hoffen.
    Die Internationalen Salzburger Verkehrstage vom 11.–12. Oktober 2021 werden sich diesem Thema widmen – mit nationalen und internationalen Vortragenden. Informationen und Anmeldungen unter https://forum-mobil.at/
    salzburger-verkehrstage/programm/


Peter Haibach