Bahntunnel PASS LUEG muss lawinensicher werden

Salzburger Verkehrslandesrat Stefan Schnöll will bereits mit Bund verhandeln

  • Streckensperren betreffen überregionale Bahn-Verbindungen
  • Bahnbedienstete sind im Falle von Lawinen und Hochwassern äußerst gefährdet
  • Bahnstrecke muss rasch in den ÖBB-Rahmenplan aufgenommen werden

BAHNTUNNEL PASS LUEG – WERFEN RASCH REALISIEREN!

Verkehrslandesrat Stefan Schnöll, Salzburg kündigt bereits Verhandlungen mit Bund und ÖBB an

Wegen der Gefährdung durch Lawinen war die Bahnstrecke zwischen Golling-Abtenau und Werfen vom 10. Bis 21. Jänner gesperrt.  Mit weiteren Sperren ist bei Wettereinbrüchen wie Lawinen und Hochwasser zu rechnen. Das muss sich ändern.

Bei Streckensperren  sind drei überregionale Bahn-Verbindungen unterbrochen:

  • Salzburg – Graz
  • Salzburg – Villach
  • Salzburg – Zell am See, also die Innere Westbahn

Somit stellt die Tauern-Autobahn, über die der Schienenersatzverkehr in der Relation Golling – Bischofshofen abgewickelt wird, die einzige Verbindung zwischen dem Flachgau und dem Pongau dar. Diese Situation muss als unhaltbar bezeichnet werden, zumal sie sich im Sommer – bei Hochwasser der Salzach – wiederholen kann.

Seit Jahren diskutiert die Politik über einen Tunnel zwischen dem Pass Lueg und Werfen, ohne konkrete Schritte zu setzen bzw. Detailpläne zu entwickeln. Diese Tunnelstrecke würde eine Länge von 13 Kilometern aufweisen, wobei geprüft werden müsste, ob ein einziger Tunnel nötig wäre oder ob offene Abschnitte mit Lawinenverbauung (Überdachung) errichtet werden könnten. Letztere würden die Kosten wesentlich reduzieren.

Ein zusätzlicher – und sehr wesentlicher – Vorteil ist in einer beträchtlichen Reduzierung der Fahrzeit zu sehen: Mit einer möglichen Kantenfahrzeit von 30 Minuten zwischen Salzburg Hbf. und Bischofshofen hätte dies überdies sehr positive Auswirkungen auf die Gestaltung eines ITF (Integrierten Taktfahrplanes). Weitere Streckenbegradigungen zwischen Werfen und Bischofshofen wären dazu freilich nötig.

Erläuterung: Die derzeitige Trasse schlängelt sich entlang der Salzach durch das Tal und erlaubt nur eine – gegenüber der Autobahn nicht konkurrenzfähige – geringe Geschwindigkeit.

Verkehrspolitisch wäre diesem Projekt absolute Priorität einzuräumen – jedenfalls hinsichtlich des Flachgau-Tunnels der Weststrecke mit der Länge von ca. 20 Kilometern.

Die österreichweit agierende Fahrgastvertretung probahn ÖSTERREICH freut sich über die Aussage des Salzburger Verkehrslandesrates Stefan Schnöll, den Bahntunnel mit ÖBB und Bund rasch verhandeln zu wollen.

Fürprobahn ÖSTERREICH

Peter Haibach                                                                                   Karl Schambureck</em

Sprecher                                                                                                       Tourismus-Experte

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