Achenseebahn: Elektrotriebwagen aus der Schweiz

Achenseebahn: Insolvenz steht bevor!

Schwaz in Tirol – Dass der Achenseebahn AG die Insolvenz bevorsteht, war aus Sicht des „ArbeitsKreises FAHRGAST Tirol“ zu erwarten, http:// Achenseebahn/Insolvenz.

Der ehemalige Achenseebahnvorstand Mag. Georg Fuchshuber hat Jahre lang darauf hingewiesen, dass die Achenseebahn keine Zukunft haben wird, wenn sie nicht – wie in früheren Jahren ohnedies üblich – in das „Mittelfristige Investitionsprogramm für Privatbahnen“ (MIP) aufgenommen wird, weil nur durch das MIP notwendige Erhaltungsmaßnahmen an der Infrastruktur dauerhaft sichergestellt und wichtige Impulse für die regionale Mobilität und Wirtschaft gesetzt werden können: http://MIP/Transparenzportal

Daher war auch die vom ehemaligen Achenseebahnvorstand Mag. Fuchshuber eingeschlagene Strategie, die Achenseebahn durch Elektrifizierung zu einem öffentlichen Verkehrsmittel mit Eingliederung in den Tiroler Verkehrsverbund zu machen, richtig! Denn nur dann wäre eine Aufnahme in das MIP möglich gewesen.

Genau aus diesem Grund wurden in der Schweiz die elektrischen Appenzeller Triebwagen, welche immer noch arbeitslos in Jenbach herumstehen, angeschafft. Durch entsprechend gestaltete Bahnsteige wäre übrigens auch ein barrierefreier Einstieg in die Schweizer Triebwagen möglich gewesen (darauf sei nur deshalb hingewiesen, weil in der Öffentlichkeit immer wieder behauptet wurde, dass in diese Triebwagen nicht barrierefrei eingestiegen werden könne, was dem Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz widerspreche).

Die für die Elektrifizierung notwendige Oberleitung hatte Mag. Fuchshuber übrigens auch schon organisiert (in Osteuropa). Sie hätte nur noch nach Jenbach angeliefert und für die Achenseebahn adaptiert werden müssen. Die Kosten dafür wären sehr moderat gewesen.

Aber die Tiroler Landespolitik und die zuständigen Gemeinden hatten kein Interesse an einer Elektrifizierung, obwohl eine elektrifizierte Achenseebahn dafür sorgen würde, dass insbesondere die Bevölkerung der Gemeinde Eben, welche das Zentrum des Tourismus am Achensee darstellt, und in Eben wohnende TouristInnen auch dann mobil wären und z.B. problemlos ins Inntal hinunter kämen, wenn man auf der Straße bis zu sechs Stunden im Stau steht: http://Strasse/Stau, Stau: Sechs Stunden vom Achensee ins Inntal

Auf diese Weise wäre natürlich auch der Nostalgiebetrieb mit den Dampflokomotiven für die weitere Zukunft nachhaltig gesichert gewesen.

Es ist schade, dass die Achenseebahn nach 131 Jahren ihren Betrieb für immer einstellen wird. Aber eines soll(t)en die betroffenen Gemeinden jetzt bitte nicht machen: Darüber jammern, dass es die Achenseebahn mit dem Dampfnostalgiebetrieb in Zukunft nicht mehr geben wird und dass sich das auf den Achenseetourismus negativ auswirken wird. Denn die Gemeinden haben sich dieses Schlamassel selbst eingebrockt, weil sie gemeinsam mit dem Land Tirol die Elektrifizierung der Achenseebahn bewusst blockiert haben!

Zur Erinnerung verweise ich nochmals auf unsere Pressemeldung vom 19. September 2018 (!): Achenseebahn: Elektrotriebwagen aus der Schweiz sorgen für nachhaltige Mobilität, http://Achenseebahn/Elektrotriebwagen und auf die Pressemeldung des Landes Tirol vom 9. März 2020:
„Weitere Landesmittel für die Achenseebahn nicht zu verantworten“. LHStvin Felipe und LHStv Geisler nach Gesprächen mit Vertretern der Achenseebahn AG, http://Pressemeldung

Rückfragen & Kontakt:

Martin Teißl
Sprecher des ArbeitsKreises FAHRGAST Tirol
Pirchanger 73, 6130 Schwaz in Tirol
MartinTeissl@gmx.at
http://www.fahrgast-tirol.at