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Medienberichte / Presseaussendungen
zum Thema Ybbstalbahn

Sollten Sie auf einen Artikel zum Thema Ybbstalbahn stoßen, der hier nicht veröffentlicht wurde, wären wir Ihnen sehr dankbar für einen kurzen Hinweis an: webmaster@probahn.at

 
 

 

25. September 2009

- "Ybbstalbahn: In Grund und Boden gefahren" (KURIER)

 

24. September 2009

- "Aus für Traditionsbahn im Ybbstal" (KURIER)

 

23. September 2009

- "Zum Teil durch Busse ersetzt" (noe.orf.at)
- "
Schließung der Ybbstalbahn beeinträchtigt Mobilität der BürgerInnen" (SPÖ NÖ)

 

Quelle:
Diverse Medien
, 03. September bis 11. September 2009

- Ybbstalbahn-Befürworter geben nicht auf Download als PDF-Datei

- Bund sichert Millionen für Ybbstalbahn
Download als PDF-Datei

- Bahnfreunde angeln sich neuen Betreiber Download als PDF-Datei

 

Quelle:
Diverse Medien
, 06. Juli bis 09. Juli 2009

- Helfer auf beschädigter Bahn

- "ÖBB muss die Gleise sanieren"
"Pro Bahn Österreich" vermutet Hochwasser als Vorwand die Ybbstalbahn zuzusperren.

- Hochwasserfahrten verhindert Sonderfahrten

Download als PDF-Datei

 

Quelle:
heute.at
, 08. Juli 2009

Operation Ybbstalbahn: Pensionisten als Retter!


Wertvolles Know-how: Die ÖBB-Pensionisten sanierten den Damm fachmännisch; Foto: Alfred Reiter

Unglaublich! Eine Gruppe von Bahnliebhabern und Pensionisten hat geschafft, woran Verhandlungsteams von Bund, Land und ÖBB bis zuletzt scheiterten. Für Mittwoch hatten die Rebellen von „Pro Bahn“ aufgerufen, die zerstörte Strecke bei Ybbsitz  (Bez. Scheibbs) selbst zu reparieren. Gestern noch kündigte die ÖBB an, die Arbeiten nicht zu gestatten („Heute“ berichtete). Doch es kam alles ganz anders.  Unter Anleitung mehrerer ÖBB-Pensionisten ging der Bautrupp ans Werk, sanierte den Damm, tauschte eine Schwelle. Nun lenken auch die ÖBB ein. Christopher Seif: „Wir werden den Rest der Strecke selbst sanieren, in 14 Tagen soll die Bahn wieder fahren!“

Link zum Originalartikel: http://www.heute.at/news/oesterreich/noe/Operation-Ybbstalbahn-Pensionisten-als-Retter-;art932,70638

 

Quelle:
heute.at
, 06. Juli 2009

Pendler retten Ybbstalbahn

Der beherzte Kampf gegen die Stilllegung der Ybbstalbahn im Mostviertel ist um eine weitere, skurrile Facette reicher: Seit Jahren investieren die ÖBB nur mehr das Notwendigste in die Trasse, der Verfall der Strecke schreitet voran. Nun hat die Bürgerinitiative „Pro Bahn“ angekündigt, die Schäden in Eigenregie zu beheben.


Weil ÖBB und Bund nichts in die Strecke investieren, wollen Pendler nun Schäden selbst reparieren; Foto: Wikipedia

Der Schlüssel in der Auseinandersetzung um den Erhalt der Nebenbahnen hat einen Namen: Im „Vertrag von Gösing“ haben sich der Bund und die ÖBB verpflichtet, die Strecken der Nebenbahnen in Niederösterreich auf eigene Kosten in Schuss zu bringen. Deshalb leistet das Land einen namhaften Beitrag zum Betrieb der Linien. Und genau ersterer Teil der Vereinbarung wird von Bund und ÖBB nicht eingehalten, kritisiert nun die Initiative „Pro Bahn“. Die Strecke der Ybbstalbahn etwa ist seit Jahren desolat, anstatt des möglichen Tempo 60 müssen Züge Kilometerweit aus Sicherheitsgründen mit Tempo 10 dahinzuckeln. Das verlängert die Fahrzeit und macht die Bahn unattraktiv, was zur Einstellung führt. Diesen Teufelskreis will die Bürgerinitiative nun mit einer ungewöhnlichen Selbsthilfe-Maßnahme bekämpfen. Als Akt kollektiver Notwehr haben die Retter angekündigt, die Sanierungsarbeiten nun selbst in die Hand zu nehmen. Noch diese Woche soll mit kleineren Arbeiten begonnen werden.

Auch die Verhandlungen zur Übernahme der Mariazellerbahn durch das Land stocken. Insider rechnen mit einer Lösung frühestens im Herbst.

Link zum Originalartikel: http://www.heute.at/news/oesterreich/noe/Pendler-retten-Ybbstalbahn;art932,69021

 

Quelle:
NÖN
, 05. Juli 2009

Bürger wollen Ybbstalbahn jetzt selbst sanieren

Nachdem die ÖBB nach Meinung der Initiative "Probahn" die Sanierung der Hochwasserschäden auf der Ybbstalbahn verweigert, greifen Fahrgäste und Bürger nun zur Selbsthilfe.

In der kommenden Woche wollen sie die Streckensanierung in Angriff nehmen. Die Kosten dafür solle der Bund tragen, so der Verein in einer Aussendung am Sonntag.

Laut "Probahn", die für den Erhalt der Bahnstrecke eintreten, sei der Bund seit Jahren vertragsbrüchig, was die Instandhaltung der Bahnstrecke Waidhofen-Ybbsitz bzw. Waidhofen-Lunz angeht. Eine diesbezügliche Sachverhaltsdarstellung habe man bereits an die Oberste Eisenbahnbehörde geschickt. An der Misere sind laut dem Verein auch die ÖBB beteiligt, die ihre Sorgfaltspflicht verletze und so die Ausschreibung der Ybbstalbahn zu torpedieren versuche.

Link zum Originalartikel: http://www.noen.at/redaktion/n-ybb/article.asp?Text=303234&cat=325

 

Quelle:
Die Grünen
, 30. Juni 2009

ÖBB: Fahrgäste müssen für weniger Qualität mehr zahlen

ÖBB: Mit Fahrgastvertreibung aus der Krise?
Trotz aller Proteste ist es fix: Mit 1 Juli wird Bahnfahren schon wieder teurer. Verkehrsministerin Doris Bures und die ÖBB wollen, dass die Fahrgäste um durchschnittlich fünf Prozent mehr für Bahntickets zahlen. Eine Jahreskarte zwischen Wiener Neustadt und Wien wird damit um mindestens 45 Euro teurer. Das ist bereits die 17. Preiserhöhung in der Ostregion seit 1991! Ein Schlag ins Gesicht vor allem für die, die ohnehin stark unter der Wirtschaftskrise leiden: Gerade Menschen mit niedrigen Einkommen, Frauen, Jugendliche und Ältere sind besonders auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Bei Stammkunden, die als Fernpendler oft auch „Zwangskunden“ sind, wurde bei den Zeitkarten-Tarife schon in den vergangenen Jahren wiederholt überproportional abkassiert – Verteuerungen bis zum Doppelten der Inflationsrate vertreiben immer mehr Menschen aus den Zügen auf die Straße. Das ist sozialpolitisch völlig verkehrt und widerspricht auch allen Regierungszielen bei Verkehrssicherheit, Klimaschutz oder Energieeffizienz.

Manager kassieren, Fahrgäste werden zur Kasse gebeten?!
Die Krise der ÖBB wird mit diesem Abkassieren bei den Fahrgästen bestimmt nicht gelöst. Die Grünen haben diese unsoziale Tariferhöhung daher vom Beginn weg scharf kritisiert. Umsomehr, als das ÖBB-Geld offenbar nicht überall so knapp ist. Gescheiterten ÖBB-Managern werden Millionen an Abfertigungen, Abschlags- und Bonuszahlungen nachgeworfen - obwohl sie 613 Millionen Euro verspekuliert und im Jahr 2008 eine Milliarde Euro Verlust zu verantworten haben. Die Bahn-Manager kassieren, die Bahnkunden werden zur Kasse gebeten? Eine verkehrte Welt.

Missstände endlich abstellen: Bahn ist mehr als ein Bau- und Finanzierungs-Karussell
Die ÖBB sind in großen finanziellen Schwierigkeiten. Aufgrund vieler Missstände: überhöhte Ausgaben für Berater, komplizierte Strukturen mit vielen Doppelgleisigkeiten, überdimensionierte Holding, zuviele Großzügigkeiten für zuviele ManagerInnen. Und aufgrund von Großprojekten mit zweifelhaftem Nutzen wie dem Brennerbasistunnel, die für das eingesetzte Geld vor allem Maschinen, jedoch besonders wenig Menschen beschäftigen. Das Management und die Regierung mit SPÖ-Verkehrsministerin Bures und ÖVP-Finanzminister Pröll an der Spitze sehen die ÖBB vor allem als Bau-Maschinerie und Immobilien-Versilberungs-Unternehmen. Das Kerngeschäft gerade in Zeiten von Wirtschafts- und Klimakrise - mehr und bessere Bus- und Bahnverbindungen zu zumutbaren Kosten - bleibt dabei täglich auf der Strecke.

Grüne und tausende BürgerInnen fordern von BM Bures Rückbesinnung aufs ÖBB-Kerngeschäft: Leistbare, bessere Öffis für Mensch, Umwelt und Klima
Dabei leiden Bahn-PendlerInnen täglich unter Unpünktlichkeit und verpassten Anschlüssen. Sie nun auch noch mit einer Tariferhöhung für Fehlleistungen von Management und Politik zur Kasse zu bitten ist skandalös. So darf es nicht weitergehen! Mehr und bessere Bahn- und Busverbindungen im Nahverkehr, einen Taktfahrplan fürs ganze Land, und Tarif-Innovationen wie das jahrelang angekündigte „Österreich-Ticket“ oder eine Halbpreiskarte für alle Öffis wie in der Schweiz wären der richtige Weg – hier darf nicht länger politische Funkstille herrschen. Diese Forderungen haben in den letzten Wochen tausende BürgerInnen mit ihrer Unterschrift unter der Grünen Petition „Nein zu ÖBB-Tariferhöhungen! Ja zu mehr Qualität im Nahverkehr!“ bekräftigt. Dass Doris Bures dennoch unbeirrt an der Verteuerung der Öffis per 1.7.2009 festhält, ist empörend und beweist, dass es mit dem sozialen Gewissen der SPÖ-Spitze nicht weit her ist, sondern die Bau- und Finanzlobby das Regiment übernommen hat.

Regierung und ÖBB-Management planen weitere Anschläge auf ÖBB-Kunden
Mit dem „Aussackeln“ der Fahrgäste und besonders der PendlerInnen ist es nicht genug. BM Bures plant zusammen mit ihren RegierungskollegInnen von SPÖ und ÖVP und mit dem ÖBB-Management weitere Anschläge auf Fahrgäste und SteuerzahlerInnen:

Regionalbahnen und nun auch schon Hauptstrecken akut vom Zusperren bedroht:
Während die Tarife im Personenverkehr kräftig erhöht werden, wird das Zugsangebot zusammengestrichen. Neben Regionalbahnen wie der Ybbstalbahn stehen nun auch schon Hauptstrecken des B-Netzes vor dem Zusperren. Der Grund: Im Rahmen der jüngsten Einspar-Pläne der ÖBB-Spitze für 2009 im Umfang von über 200 Mio Euro sollen noch heuer allein durch Einstellung von Schienenstrecken 40 Mio lukriert bzw. eingespart werden. Das ist das Doppelte des bisher im Bereich Regionalbahnen anvisierten - und weithin für völlig unrealistisch eingestuften! – Einspar-Volumens! Mit der Gesäusebahn liegt bereits das erste Zusperr-Projekt auf dem Tisch. Trotz der herausragenden touristischen Potenziale soll hier bereits mit 1. September der Personenverkehr eingestellt werden. Dabei muss die Strecke für den Güterverkehr ohnehin unumgänglich weiterbetrieben werden; der Einsparungseffekt bleibt also selbst dann, wenn soviel Kosten wie möglich künstlich dem Personenverkehr zugeschoben werden, lächerlich gering. Konkret geben die ÖBB für Manager-Ablösen und Bonuszahlungen pro Jahr weit mehr aus als hier maximal eingespart werden könnte. Die Grünen werden diesen offenbar von den Regierungsparteien SPÖ und ÖVP gutgeheißenen Plänen massiv entgegentreten, regional ebenso wie im Bund. Ein erster Antrag steht bereits heute im Grazer Landtag zur Diskussion.

Aktives Herunterwirtschaften von Strecken mit dem Ziel der Stillegung zwecks Einsparung:
Auf anderen Strecken – zB in der Wachau, oder auf der Mariazellerbahn – lassen ÖBB und Regierung dem gesetzlichen Auftrag zum Trotz die Strecken verlottern. So wird der beabsichtigten Stillegung gezielt und mutwillig Vorschub geleistet: Zuerst entstehen unzählige baulich bedingte Langsamfahrstellen, dadurch wird jeder Fahrplan gesprengt, Anschlüsse gehen für die Pendler und übrigen Fahrgäste verloren, bis viele von ihnen entnervt auf die Straße wechseln. Und die fehlenden Einnahmen und Fahrgäste sind dann der Vorwand fürs Zusperren. Ein unwürdiges Spiel, bei dem die Regierung tatenlos zuschaut. Wer schweigt oder wegschaut, macht sich aber mitschuldig am Niedergang der Bahn in der Fläche! Zudem gehen damit der Schiene auch auf den Hauptstrecken Fahrgäste und Güterkunden verloren – wer zB die Wachau oder Wanderziele nicht mehr vernünftig mit der Bahn bereisen kann, fährt gleich mit dem Auto hin. Ob also für die vom Sparwahn besessenen Verantwortlichen unter dem Strich überhaupt eine Einsparung herausschaut oder nicht umgekehrt entgangene Einnahmen anfallen, die diese übertreffen, ist höchst fraglich.

Kundenvertreibung nun auch im Güterverkehr:
Nun sollen auch noch die ÖBB-Tarife im Gütertransport massiv erhöht werden. Mit saftigen Anhebungen von rund 15% bei zugleich stagnierenden Kosten auf der Straße wird statt der politisch stets beschworenen Verlagerung von der Straße auf die Schiene das genaue Gegenteil provoziert. Damit geht weitere verkehrspolitische Glaubwürdigkeit verloren – genau in einer Zeit, wo diese auf EU-Ebene wegen laufender Verfahren und anstehender grundsätzlicher Weichenstellungen bei Kostenwahrheit und künftiger EU-Verkehrspolitik  besonders dringend nötig wäre.

ÖBB-Geheimpapier spricht von weiteren Einsparungen und wirft Fragen auf
Ein aktuelles Geheimpapier aus ÖBB-Managementkreisen macht klar, dass die ÖBB die Krise generell vorrangig auf dem Rücken des – in den letzten Jahren ohnedies bereits ausgehungerten - laufenden Betriebs und damit letztlich der Angebotsqualität für die Fahrgäste bewältigen wollen.

Mit sogenannten „Quick Wins“ sollen trotz der „Krise am Markt“ „positive Ergebnisse“ als „neue Ziele“ erreicht werden. Die ÖBB-Kunden werden hier aber mit Sicherheit nicht zu den „schnellen Gewinnern“ gehören. Denn als Stellhebel wurden von den Beratern in ihrer Arbeit für den „Infrastruktur Cercle“ der ÖBB unter anderem der Einkauf und die Instandhaltung angeführt. Speziell bei der Instandhaltung zu sparen beeinträchtigt unmittelbar die Zuverlässigkeit der Strecken und des Rollenden Materials und geht damit direkt zulasten der ÖBB-Kunden. Die Grünen bewerten diese Pläne daher höchst kritisch. Die Krise muss auf Kosten ihrer Verursacher und nicht auf Kosten der kleinen Bediensteten und der Fahrgäste bewältigt werden.

Zudem drängen sich anhand der Ausführungen im Geheimpapier einige Fragen auf:
-> Wie kann es sein, dass es ausgerechnet beim Einkauf, der vom heftig umstrittenen und auch im Zusammenhang mit dem (noch) geltenden neuen Anti-Korruptionsrecht genannten Chef der ÖBB-Dienstleistungsges.m.b.H. DLG, Franz Nigl, zentral verantwortet wird, noch nennenswerte Spielräume für „Aufwandsreduktion“ gibt? Diese war doch schon seit Jahren zentraler Auftrag und eigentlich Existenzberechtigung für Nigl in dieser Funktion. Wo dieser bisher offenbar ungenutzt gebliebene Spielraum plötzlich herkommt, ist umso erstaunlicher, als Nigl doch angeblich so erfolgreich gewirkt hat, dass er einer der größten Empfänger von Bonuszahlungen im ganzen ÖBB-Konzern ist und trotz Auflösung der DLG mit einem neuen Managerposten versorgt werden soll!

-> Sollen tatsächlich – was anhand der Ausführungen im ÖBB-Geheimpapier naheliegend ist – die gesamten geschätzten Mindereinnahmen beim IBE (Infrastrukturbenutzungsentgelt, „Schienenmaut“) von allein heuer 45 Mio Euro durch „Aufwandsreduktion“ im Bereich Instandhaltung hereingebracht werden? Wenn ja, ist die nächste Welle der ohnedies zu hunderten den täglichen Betrieb behindernden Langsamfahrstellen programmiert. Ebenso noch mehr Probleme mit unzureichend gewarteten Zügen und Sicherungseinrichtungen.  Auf das schon jetzt alarmierende Ausmaß dieser Ausfälle reagierte das ÖBB-Management zuletzt auf seine eigene Weise: Ausfälle der besonders defektanfälligen Talent- und Desiro-Nahverkehrstriebwagen dürfen in den unternehmensinternen Werkstättenlisten nicht mehr angeführt werden ... eine sinnlose Kopf-in-den-Sand- und Geheimhalte-Strategie, die den Fahrgästen, die immer öfter wegen ausgefallener Garnituren und Infrastrukturmängeln im Regen stehen, genau gar nichts bringt!

Die Grünen verlangen:
Die Regierung muss endlich die ÖBB als Rückgrat leistbarer Mobilität und umwelt- und klimaverträglichen Gütertransports in diesem Land sichern.

Das darf gerade jetzt in der Krise nicht länger Nebensache sein und politisch sprichwörtlich auf der Strecke bleiben, nur weil es SPÖ und ÖVP und der von ihnen installierten ÖBB-Spitze vor allem um anderes geht – das Bau- und Finanz-Karussell mit möglichst vielen Großprojekten gut geschmiert weiterzudrehen, und die Freunderlwirtschaft bei Posten und Beraterjobs fortzusetzen.

Link zum Originalartikel: http://www.gruene.at/verkehr/artikel/lesen/46303/

 

Quelle:
ORF
, 14. Mai 2009

Verhandlungen über Schmalspurbahnen laufen

In eine heiße Phase sind die Verhandlungen zwischen dem Land NÖ und dem Bund zur Übernahme der Schmalspurbahnen getreten. Eine Entscheidung wird bis spätestens Ende Juni erwartet.

Millionenbetrag für Generalüberholung?
Neben dem größten Brocken, der Mariazellerbahn, sind in dem Verhandlungspaket auch alle anderen Schmalspurbahnen Niederösterreichs verpackt: Die Krumpe nach Mank, die Schneebergbahn und die Waldviertler Schmalspurbahnen in Litschau, Gmünd und Großgerungs.

Dazu kommen Teilstrecken der Ybbstalbahn, die ja nicht mehr als Ganze bestehen bleiben soll - insgesamt 270 Kilometer Bahn.

Eine Generalüberholung dieser Bahnen würde nach Ansicht des Landesverkehrsplaners Friedrich Zibuschka einen dreistelligen Millionenbetrag verschlingen und den will das Land vom Bund, respektive den ÖBB.

Mariazellerbahn bleibt bestehen
Erst wenn die zuletzt vernachlässigten Bahnen wieder voll betriebstauglich seien, so Zibuschka, würden sie vom Land übernommen und betrieben.

Gut drei Viertel der Kosten macht die Mariazellerbahn aus. Hier ist eine Entscheidung jetzt schon gefallen: Sie wird im Gesamten als Schmalspurbahn bestehen bleiben, eine Umspurung auf Normalspur bis Kirchberg an der Pielach ist kein Thema mehr.

Link zum Originalartikel: http://noe.orf.at/stories/361810/

 

Quelle: KURIER, 04. Mai 2009

Wiederstand gegen das Bahn-Aus
Klare Kampfansagen gab es beim Jubiläumsfest in Ybbsitz gegen eine Sperre und Zersplitterung der Ybbstalbahn.

Ich bin kein Puffer-Küsser. Aber um diese Infrastruktur muss man kämpfen." Der frühere ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde ließ bei 110-Jahrjubiläum des Ybbstalbahn-Abschnitts Waidhofen - Ybbsitz am Sonntag nicht als Bahnfanatiker, sondern als kühler Rechner aufhorchen. Während ÖBB-Spitzen und offizielle Verkehrspolitiker durch Abwesenheit glänzten, forderte vorm Walde Bürger und Bürgermeister auf um die 60 Kilometer lange Bahn zu kämpfen.

Bei Volksfeststimmung und Kaiserwetter dampfte und pfiff die 598-er Y.v.2 mit bunten Waggons im Schlepp zum Fest nach Ybbsitz. Nicht nur Dampf und Rauch begleiteten den Nostalgiezug, sondern auch viel Enthusiasmus. Bei einem Investitionsvolumen der ÖBB von jährlich zwei Milliarden Euro, sei der Bedarf für die Ybbstalbahn eine Kleinigkeit, bestärkte vorm Walde.

Als Ybbsitzer Hausherr hatte VP-Bürgermeister Josef Hofmacher ein schweres Los zu tragen. Bis auf den Opponitzer Kollegen Erwin Forster waren weder Landes- noch Kommunalpolitiker der VP in Erscheinung getreten. Hofmacher rühmte die Leistung der Bahn im letzten Jahrhundert, scheute aber auch nicht die modernen Bedürfnisse nach Mobilität einzufordern. Mangelnder Applaus und sogar ein "Pfui" waren der Lohn dafür.

Appelle
"Wir werden die Bahn brauchen wie ein Stück Brot", stellte sich die Grüne Madeleine Petrovic in die Reihen der Bahnretter. Es könne nicht sein, dass die Sperre dieser wertvollen Verbindung bereits beschlossene Sache sei. Petrovic spielte auf das zuletzt von VP-Landesrat Johann Heuras vorgestellte Mobilitätskonzept an. Wie berichtet, würden Busse die Hauptlast im Öffi-Verkehr des Ybbstals übernehmen. Die Bahn würde großteils demontiert oder als Nostalgiestrecke betrieben. Wie FP-Nationalrat Erich Königsberger und SP-Landesabgeordneter Franz Gratzer forderte auch Petrovic einen politischen Schulterschluss. Geld, das Bund und ÖBB bei der Bahninfrastuktur eingespart hätten, müsse eingefordert werden.

Peter Haibach, Obmann des bundesweiten Vereins "Probahn" stellte aktuelle Rettungspläne vor. Die Ybbstalbahn Entwicklungs-Genossenschaft werde demnächst gegründet, Anteilsscheine zu 25 Euro für Förderer sollen für eine Finanzbasis sorgen. Die Genossenschaft werde mit Ministerin Bures die Übernahme der Bahn um einen Euro ausverhandeln und einen professionellen Betreiber anwerben. Sechs Millionen Euro als Startkaptial sei der Bund ohnehin schuldig.

Link zum Originalartikel: http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/315875.php

 

Quelle: OÖ Nachrichten, 04. Mai 2009

Eine Genossenschaft soll die Ybbstalbahn retten
Eine geschmückte Dampflokomotive pfauchte zum 110-Jahr-Jubiläum von Waidhofen nach Ybbsitz. Dampf wollen auch Bahnbefürworter gegen die Schließung der Ybbstalbahn mit einer Genossenschaft machen.

Großer Bahnhof für die Ybbstalbahn gestern Sonntag: Viele Hobbyfotografen, die das Dampfross knipsten, die Blasmusikkapelle spielte, und Ex-ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde spendierte Bier und Würstel. Das Jubiläumsfest zur Eröffnung des Nebenarmes der Schmalspurstrecke von Waidhofen nach Ybbsitz münzten die Bahnvereine zur Kundgebung um. Landespolitiker der VP blieben dem Rednerpult fern, während Madeleine Petrovic (Grüne), Erich Königsberger (FP) und Franz Gratzer (SP) einen Schulterschluss im Landtag ankündigten, um die VP-Mehrheit vom Zusperren der Ybbstalbahn abzubringen.

Ein Mittel könnte auch die Beauftragung des Landesrechnungshofes sein: Die Bahnbefürworter verwiesen auf einen Vertrag, demzufolge die ÖBB für den Erhalt der Ybbstalbahn Landesmillionen kassierten, aber die Gleisanlagen verlottern ließen. Zwei Landesgutachten würden besagen, dass das Land verpflichtet gewesen sei, den Vertrag einzuklagen. Das ist nie geschehen. Mit den nicht geflossenen Geldern zur Streckenerhaltung könnte die Nebenbahn mustergültig saniert werden, rechnete Peter Haibach von „Pro Bahn Österreich“ vor. Als ersten Schritt hoben die Bahnbefürworter eine Genossenschaft aus der Taufe. Der Ex-Direktor der Berliner Verkehrsbetriebe, Norbert Liehm, war der erste Genossenschafter, der für 25 Euro einen Anteil kaufte, der ehemalige Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Hans Kirchmayr der zweite.

„Pro Bahn“ will sich um die Ybbstalbahn bewerben. Mit sechs Millionen Euro Mitgift zur Streckensanierung, die einen Bruchteil eines Abrisses kosteten, werde man einen Betreiber finden.

Link zum Originalartikel: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/steyr/art68,167403

 

Quelle: Krone (Niederösterreich), 29. April 2009

Kauf soll Ybbstal-Strecke retten - Bahnfreunde bieten einen Euro!
Aktivisten haben auch Pläne für weitere bedrohte Nebenlinien

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Quelle: Wiener Zeitung, 29. April 2009

Ybbstalbahn um 1 Euro? Skepsis in St. Pölten
Der Bund prüft ein Übernahmeangebot des Vereins "Pro Bahn Österreich"

Von Christoph Rella
> Private geben den Kampf nicht auf und wollen Bahn retten.
> Sanierung und Betrieb kosten rund 20 Millionen Euro.

St.Pölten/Lunzam See.
Im Ringen um den Erhalt der von der Schließung bedrohten Ybbstalbahn haben die Eisenbahnbefürworter von "Pro Bahn Österreich" eine neue Initiative zur Rettung der Strecke gestartet.

Wie die Vereinsplattform am Wochenende in einer Aussendung mitteilte, wolle man die Ybbstalbahn um einen Euro übernehmen und mithilfe privater Betreiber weiterführen. Damit werde man die Filetierung der Bahn, die laut dem vorliegenden Konzept hinkünftig ab Waidhofen nur mehr bis Hollenstein geführt werden soll, verhindern. Insbesondere gehe es dem Verein darum, dass die Züge nicht durch Busse ersetzt und die Bahntrasse zu einem Radweg umgebaut werden, erklärt der Obmann von "Pro Bahn Österreich", Peter Haibach. Man mache hier "einen sehr schweren Fehler."

Dies habe er auch der zuständigen Ministerin Doris Bures (SPÖ) in einem Brief mitgeteilt und gebeten, dem Verkauf zuzustimmen. "Das Angebot wird derzeit geprüft", heißt es aus dem Infrastrukturministerium. Die ÖBB selbst wollen mit der Sache nichts zu tun haben. "Wir sind da völlig neutral", sagt Bahnsprecher Christopher Seif. Allerdings zeigt er sich hinsichtlich der anfallenden Kosten für Sanierung und Betrieb der Ybbstalbahn skeptisch. Den Verweis auf einen Präzedenzfall in Salzburg, wo die defizitäre Pinzgau-Bahn erfolgreich von Privaten übernommen worden sei, lässt Seif nicht gelten. Die beiden Strecke seien "nicht eins zu eins vergleichbar", so der Sprecher. Im Pinzgau sei die Bahnstruktur noch gut in Schuss und daher die Investitionen gering gewesen. Eine Sanierung der Ybbstalbahn koste aber mindestens 20 Millionen Euro.

"Das ist ein Wunsch ans Christkind", sagt wiederum der Bürgermeister von Lunz am See, Martin Polderer. Er rechne nicht damit, dass die Initiative ohne Zuschüsse des Bundes die nötigen Mittel aufbringen kann. Außerdem komme das Übernahmeangebot 15 Jahre zu spät.

"Es wird harte Arbeit"
In dieselbe Kerbe schlägt auch Friedrich Zibuschka, Verkehrsplaner in der Niederösterreichischen Landesregierung. "Wer soll das bezahlen?", fragt er, um gleichzeitig für das seiner Ansicht nach billigere Buskonzept zu werben. Die Gesamtkosten für das Projekt beziffert Zibuschka mit 11 Millionen Euro, wobei die Kosten für Radwege, die Revitalisierung der spektakulären Strecke von Kienberg nach Lunz am See und der Rückbau der Geleisanlagen berücksichtigt seien. Dass Sanierung und Betrieb der Ybbstalbahn etwas kosten, ist für "Pro Bahn"-Obmann Haibach klar. "Es wird harte Arbeit werden", sagt er und gibt sich optimistisch, bald einen Betreiber für die Bahn zu finden.

Dieser müsse ein Business-Konzept erstellen und die Kosten benennen. Wer das bezahlen soll? Haibach will hier ausgerechnet den Bund in die Pflicht nehmen. Dieser solle nämlich die Millionen, die für das Buskonzept und den Abbau der Bahn vorgesehen sind, dem neuen Betreiber zur Verfügung stellen, um die Ybbstalbahn zu retten. Konkrete Zusagen hat Haibach allerdings noch nicht. "Ich weiß aber, wen ich fragen könnte", sagt er – und hofft.

Link zum Originalartikel: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&Alias=wzo&cob=411404

 

Quelle: OÖNachrichten, 28. April 2009

Wenn das Land zögert, will Verein Ybbstalbahn kaufen

WAIDHOFEN. Die Plattform „Pro Bahn“ will dem Bund die Ybbstalbahn um einen Symbol-Euro abkaufen und selbst einen Betreiber und Investor beschaffen. Das Angebot wurde gestern als Brief und E-Mail an das Verkehrsministerium geschickt.

Laut Vorstandsbeschluss im Regionalverband soll zumindest für die Teilstrecke zwischen Waidhofen und Hollenstein auch der Weiterbetrieb auf der Schiene geprüft werden. Weil Landesrat Johann Heuras (VP) aber nur einen Tag später eigentlich nur noch von einem Rest der Ybbstalbahn als Waidhofner Straßenbahn und ansonsten Bussen das Wort zugesprochen hat, nehmen die Eisenbahnvereine die Angelegenheit jetzt selbst in die Hand. Gestern schickte „Pro-Bahn“ im Einvernehmen mit den Bürgerinitiativen „Club 598“ und „Pro Ybbstalbahn“ ein Angebot an das Verkehrsministerium. Die Vereine erklären sich in dem Schreiben bereit, die Schmalspurbahn ebenso um einen Euro zu übernehmen, wie es der Bund bereits dem Land NÖ. angeboten hatte. Die Lasten von 20 Millionen Euro, die eine Entsorgung der Bahnschwellen und der Rückbau des Gleiskörpers bei einer Einstellung der Bahn bedeuten würde, bereiten „Pro-Bahn“-Obmann Peter Haibach kein Kopfzerbrechen: „Ein erfolgreicher Weiterbetrieb der Bahn ist kein Ding der Unmöglichkeit.“

Haibach hat schon Vorgespräche mit Bahnbetreibern aus dem In- und Ausland, darunter mit einem Vertreter des größten deutschen privaten Nahverkehrsbetreibers Veolia, geführt. Weil es genügend Beispiele gebe, wie Regionalbahnen zu einem neuen Geschäftsfeld geworden sind, habe man bereits Kontakte zu Investoren knüpfen können. Haibach: „Jetzt ist Bundesministerin Bures am Zug.“ Beim Jubiläumstag 110 Jahre des Nebenarmes der Schmalspurstrecke von Waidhofen nach Ybbsitz soll am Sonntag die neue Ybbstalbahn-Entwicklungsgesellschaft vorgestellt werden.

Link zum Originalartikel: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/steyr/art68,163787

 

Quelle: heute.at, 28. April 2009

Käufer für die Ybbstalbahn!

Aufstand der Fahrgäste: Sie kritisieren das vorliegende „Nur-Bus-Konzept“ und gehen nun in die Offensive. „Probahn Österreich“ und die Initiative Ybbstalbahn machen Ministerin Doris Bures ein Übernahmeangebot für die Regionalbahn – und zwar zu den gleichen Bedingungen, wie es der Bund mit dem Land vereinbaren will.

„Eine Filetierung der Ybbstalbahn ist unsinnig“, kritisiert Peter Haibach die geplanten Teilschließungen der Strecke. Der Sprecher von „Probahn Österreich“ lehnt das auf eine „Mini-Straßenbahn“ im Raum von Waidhofen reduzierte Konzept strikt ab. Wie berichtet, hat das Land bereits seine Vorstellungen präsentiert: Die Ybbstalbahn soll nur dort erhalten bleiben, wo hohes Verkehrsaufkommen besteht. Ergänzt werden soll das Angebot mit Bussen, Radwegen und Sammeltaxis.

Der konkrete Plan: Das Land übernimmt die defizitäre Bahn um einen Euro, der Bund schießt 20 Millionen Euro für die Abtragung der Schienen und den Bau von Straßen zu.

Nun stellen interessierte Fahrgäste die Weichen für eine Alternativlösung. Sie wollen sich sowohl um einen neuen Betreiber kümmern, um potente Geldgeber, als auch darum, den Finanztopf der EU anzuzapfen. Dazu soll eine eigene Ybbstal-Entwicklungsgesellschaft gegründet werden. „Es gibt genügend Beispiele, wie man Regionalbahnen erfolgreich führen kann“, erklärt Haibach seine optimistische Haltung. In Österreich werde zwar genügend Geld für Öffis zur Verfügung gestellt, „aber wir verteilen es falsch“, meint er. Wie es funktioniert, so Haibach, zeige das Beispiel der Pinzgauer Bahn, wo sich Bahn und Bus sinnvoll ergänzen.
Mittlerweile 4000 Unterstützer sind auf der Seite der hartnäckigen Fahrgastverbände.

Link zum Originalartikel: http://www.heute.at/news/oesterreich/noe/Kaeufer-fuer-die-Ybbstalbahn-;art932,25697

 

Quelle: NÖN, 28. April 2009

Buskonzept auf Schiene
Bis Juli 2010 soll neues Mobilitätskonzept für Ybbstal umgesetzt werden. Land will Bahn um einen Euro.

Zumindest einen Nachmittag lang herrschte Einigkeit über die Zukunft der Ybbstalbahn. ÖVP, SPÖ und FPÖ beschlossen vergangenen Dienstag im Regionalverband einstimmig sieben Maßnahmen zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs im Ybbs- und Erlauftal. Damit wurden die Weichen für ein umfassendes Busnetz und eine (Stadt-)bahn zumindest in Waidhofen gestellt.

Tags darauf konkretisierte Verkehrslandesrat Johann Heuras seine Pläne: Demnach soll der öffentliche Verkehr ab Juli 2010 nach dem neuen Muster abgewickelt werden. Zunächst wird das Busnetz EU-weit ausgeschrieben. Ab Herbst soll dann eine Mobilitätszentrale für Anfragen von Schülern, Pendlern und Touristen ihren Dienst aufnehmen. „Wo es touristisch Sinn macht, erhalten wir die Bahn“, kündigte Heuras an und verwies auf die Teilstrecke zwischen Kienberg und Göstling, die für den Nostalgieverkehr saniert werden soll. Um einen Euro will das Land die Ybbstalbahn (und damit auch die Abtragsverpflichtung der Gleiskörper) übernehmen. Die „Stadtbahn“ von Waidhofen bis Gstadt (Bene) soll die Verkehrsorganisation NÖVOG führen. Dort könnte die Bahn künftig sogar im Halbstundentakt verkehren, stellte Heuras in Aussicht.

Noch nicht fix ist die Zukunft der Ybbstalbahn auf dem Teilstück zwischen Gstadt und Hollenstein. Auf Antrag von SP-Abgeordneten Franz Gratzer werden mögliche Bahn-Interessenten gesucht. Zudem fordert er, „ein Fortführungskonzept für die gesamte Ybbstalbahn nicht aus den Augen zu verlieren.“


Link zum Originalartikel: http://www.noen.at/redaktion/n-erl/article.asp?Text=297344&cat=313

 

Quelle: Zeit im Bild (ORF), 26. April 2009

Ybbstalbahn: Übernahmeangebot an Bund
Sonntag, 26.04.2009; 19:30; ORF2
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Quelle: ORF

Link zum Originalartikel: http://ondemand.orf.at/news/player.php?id=zib&day=2009-04-26

 

Quelle: SPÖ-Niederösterreich, 24. April 2009

Gratzer: Ybbstalbahn darf nicht leichtfertig aufgegeben werden
Fortführungskonzept auch für gesamte Strecke prüfen

St. Pölten, (SPI) - "Ich würde mir wünschen, dass in Sachen Ybbstalbahn zu allererst ein Weiterbetrieb der gesamten Strecke im Fokus der Verhandlungen bzw. die Suche nach neuen Betreibern steht. Ohne noch eine Partnerschaft in Händen zu haben sind Festlegungen über Teilschließungen oder anderer Verkehrskonzepte, die vielleicht sogar zu einer Konkurrenz für die verbleibende Bahnstrecke werden könnten, mehr als kontraproduktiv", so der Amstettner SPÖ-Landtagsabgeordnete und Bürgermeister von Hollenstein/Ybbs, Ing. Franz Gratzer.

"Selbstverständlich sind in diesem Zusammenhang auch der Bund und die ÖBB gefordert. Allein aber jetzt nur den Bund oder die ÖBB zu kritisieren ist zu wenig, denn somit stellt sich die Frage, wo denn die Bemühungen der NÖ-Verkehrsverantwortlichen, allen voran LH Erwin Pröll und des nunmehrigen Landesrats Johann Heuras, bleiben? Da war offenbar bisher ‚tatenloses Zusehen’ bei der Ybbstalbahn wichtiger als Engagement und zukunftsgerichtete Strategien", so LAbg. Gratzer weiter.

Der Amstettner Mandatar setzt die kommenden Monate jedenfalls auf weitere Gespräche. "Definitive Entscheidungen sind noch nicht gefallen, so manche Absichtserklärung steht zwar im Raum, doch auch diese sind nicht der Weisheit letzter Schluss. Die angekündigten weiteren Gespräche und die Partnersuche sollen auch dafür genützt werden, ein Fortführungskonzept für die gesamte Ybbstalbahn nicht aus den Augen zu verlieren und gemeinsam mit dem Bund und einem neuen Betreiber ein Gesamtpaket auszuverhandeln. Der Bund sollte auf jeden Fall ‚in die Verantwortung genommen werden’ - denn angesichts der angespannten Finanzsituation auch in Niederösterreich ist für mich der Erfolg des Landes als ‚Eisenbahnbetreiber’ noch fragwürdig", so Gratzer abschließend.

Link zum Originalartikel: http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090424_OTS0292&ch=panorama

 

Quelle: KURIER, 23. April 2009

Bus und Rad lösen Ybbstalbahn ab
Die Demontage eines Großteils der verwahrlosten 55 Kilometer langen Schmalspurstrecke ist beschlossene Sache

Nun ist es auch amtlich. Im künftigen öffentlichen Verkehrsangebot des Ybbstals wird die Bahn nur mehr eine Nebenrolle spielen. Landesrat Johann Heuras und Landesverkehrsplaner Friedrich Zibuschka präsentierten am Mittwoch das Mobilitätskonzept Ybbstal. Es soll den rund 70.000 Bürgern im Ybbs- und Erlauftal ein effektiveres Angebot, als jenes das die ÖBB mit der Ybbstalbahn derzeit bieten, bringen.

Dienstagnachmittag hätten Gemeindevertreter aller politischen Richtungen im Mostviertler Regionalverband das Konzept einstimmig beschlossen, so Heuras. Der Bund, sprich die ÖBB, hätten die Ybbstalbahn fallen gelassen, die Infrastruktur heruntergewirtschaftet und den Versorgungsvertrag aufgekündigt, kritisierte Heuras. Nur mehr dort wo die Bahn hohe Passagierzahlen habe, würde es Sinn machen, die Strecke zu erhalten.

Deshalb wird im Stadtgebiet von Waidhofen von der NÖVOG (NÖ Verkehrsgesellschaft) eine fünf Kilometer lange stadtbahnartige Strecke weiter betrieben. Als touristische Attraktion genützt und gestärkt soll der Bahn-Abschnitt zwischen Göstling und Kienberg (rund 20 km) werden. Der Rest der Bahnlinie soll vom Land NÖ um einen symbolischen Preis von einen Euro übernommen werden, so Planer Zibuschka. Die ÖBB würden von der Abbruchpflicht entbunden, das Land möchte eine touristisch attraktive Radstrecke auf der Trasse errichten.

Skepsis
Ebenfalls im Regionalverband beschlossen und von Heuras auch beauftragt wurde die Prüfung der Strecke Waidhofen-Hollenstein. Der SP-Abgeordnete und Hollensteiner Bürgermeister Franz Gratzer ist überzeugt, dass der 20 km lange Abschnitt im Gesamtkonzept wirtschaftlich eingebunden werden könnte. Heuras und Zibuschka gaben sich skeptisch. "Nach den Zahlen, die uns vorliegen kostet der Bahnbetrieb 2,5 Mio. Euro pro Jahr, eine Busversorgung nur 300.000 Euro."

Als nächstes wird das Buskonzept europaweit ausgeschrieben. Auch eine Mobilitätszentrale als Servicestation wird eingerichtet. Die geplanten Bus- und Bahnaktivitäten hätten einen Investitionsbedarf von elf Millionen Euro, so Heuras. Um die jetzige Ybbstalbahn auf Schuss zu bringen, seien 33 Mio. Euro notwendig.

Bahnfans aus ganz Europa protestieren gegen die Demontage. Am 3. Mai wird der 110. Geburtstag des Stücks Gstadt-Ybbsitz mit Nostalgiefahrten gefeiert. Vermutlich das letzte Jubiläum.

Link zum Originalartikel: http://www.kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/313120.php

 

Quelle:
OÖ Nachrichten
, 23. April 2009

Regionalverband setzte das Rotsignal für die Ybbstalbahn wieder aus
Der angesagte Todesstoß für die Schmalspurlinie bleib aus. IN seinem Beschluss für einen besseren öffentlichen Verkehr gibt der Regionalverband der Ybbstalbahn noch eine Chance.

In der ersten Vorlage für den Regionalverband war neben einem Busnetz nur noch von „Radwegen auf den Trassen eingestellter Nebenbahnen“ die Rede. Gestern sprach Hollensteins Bürgermeister und SP-Landtagsabgeordneter Franz Gratzer von „einem Teilerfolg“: Er konnte in die Endfassung den Weiterbetrieb der Ybbstalbahn von Waidhofen bis in seine Gemeinde wenigstens als Alternative zur Buslinie hineinreklamieren. Die Landesverkehrsgesellschaft NÖVOG soll nun für diese Verbindung Interessen sowohl auf der Schiene wie auf der Straße suchen.

In einer Pressekonferenz schwächte gestern Landesrat Johann Heuras (VP) wieder ab, was auf dem Papier steht und mit 21 Stimmen im Regionalverband beschlossen wurde. „Die Ybbstalbahn wird dort bleiben, wo ein hohes Verkehrsaufkommen besteht“, verwies er auf ein Mobilitätskonzept des Landes, das nur noch einen Blinddarm der Ybbstalbahn von Waidhofen bis zur Firma Bene als Nahverkehrsachse vorsieht, die schon bisher 70 Prozent der Bahnfahrer beförderte. Heuras erläuterte sodann die Möglichkeiten eines Radweges von Gstadt über Hollenstein bis nach Göstling. Von der Hochkargemeinde weg sollen Nostalgiezüge über die einzigartigen Baudenkmäler der Trestleworkbrücken nach Kienberg, dem Endbahnhof der Erlauftalbahn, Ausflügler anlocken. Den Regelverkehr mit Verbindung ins Erlauftal soll der Bus schaffen.

Für Gratzer muss „die Ybbstalbahn das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs im Tal bleiben“.

Link zum Originalartikel: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/steyr/art68,159195

 

Quelle:
NÖN
, 23. April 2009

Stellungnahme zur Ybbstalbahn
Hollensteins Bürgermeister und SP-Landtagsabgeordneter Franz Gratzer zu den Aussagen von Landesrat Heuras

Im Rahmen der Sitzung des Regionalverbandes plädierten viele Bürgermeister dafür, dass eine Weiterführung der Ybbstalbahn von Waidhofen/Ybbs über die Firma Bene hinaus bis nach Hollenstein weiterhin eine Option ist, die geprüft werden soll.
Dies wurde so beschlossen und ich sehe es als bedenklich an, dass diese Möglichkeit heute in den Ausführungen von Landesrat Johann Heuras anlässlich der Pressekonferenz zur Zukunft der Ybbstalbahn keine Erwähnung fand. Schließlich ist es vor Abschluss der Interessentensuche für die Fortführung der Ybbstalbahn und den dafür notwendigen Verhandlungen nicht zielführend, vorab bereits Festlegungen zu treffen.

"Selbstverständlich würden wir uns alle wünschen, dass die für den Nahverkehr und den Tourismus so wichtige Ybbstalbahn 'unzerstückelt' erhalten bleibt", betont Gratzer.
"Da die ÖBB aber weiterhin ein Abstoßen dieser Bahnlinie verfolgt, müssen Alternativen greifen. Dafür ist es auch notwendig, einen neuen Betreiber zu finden - und dies wird die große Aufgabe der kommenden Monate sein. Vor dem Ausstieg der ÖBB aus dem Bahnbetrieb müssen diese aber sicher noch die jahrelang versäumten Investitionen und Erhaltungsmaßnahmen nachholen. Hier dürfen die ÖBB nicht aus der Verantwortung entlassen werden. Eine Bahnlinie, deren technischer Zustand teils wirklich besorgniserregend ist, läuft sonst Gefahr, wegen mangelnder Attraktivität oder zu hoher Einstiegskosten keinen Partner zu finden."

Link zum Originalartikel: http://www.noen.at/redaktion/n-ybb/article.asp?Text=296964&cat=325

 

Quelle:
SPÖ-Niederösterreich
, 22. April 2009

Gratzer: Ybbstalbahn soll weiterhin bis Hollenstein fahren
Festlegung vor Abschluss der Interessentensuche nicht zielfürend

St. Pölten, (SPI) - "Im Rahmen der Sitzung des Regionalverbandes plädierten viele Bürgermeister dafür, dass eine Weiterführung der Ybbstalbahn von Waidhofen/Ybbs über die Firma Bene hinaus bis nach Hollenstein weiterhin eine Option ist, die geprüft werden soll. Dies wurde so beschlossen und ich sehe es als bedenklich an, dass diese Möglichkeit heute in den Ausführungen von Landesrat Johann Heuras anlässlich der Pressekonferenz zur Zukunft der Ybbstalbahn keine Erwähnung fand. Schließlich ist es vor Abschluss der Interessentensuche für die Fortführung der Ybbstalbahn und den dafür notwendigen Verhandlungen nicht zielführend, vorab bereits Festlegungen zu treffen", reagiert der Hollensteiner Bürgermeister und SPNÖ-Landtagsmandatar Ing. Franz Gratzer auf heutige Aussagen von LR Heuras.

"Selbstverständlich würden wir uns alle wünschen, dass die für den Nahverkehr und den Tourismus so wichtige Ybbstalbahn ‚unzerstückelt’ erhalten bleibt. Da die ÖBB aber weiterhin ein Abstoßen dieser Bahnlinie verfolgt, müssen Alternativen greifen. Dafür ist es auch notwendig, einen neuen Betreiber zu finden - und dies wird die große Aufgabe der kommenden Monate sein. Vor dem Ausstieg der ÖBB aus dem Bahnbetrieb müssen diese aber sicher noch die jahrelang versäumten Investitionen und Erhaltungsmaßnahmen nachholen. Hier dürfen die ÖBB nicht aus der Verantwortung entlassen werden. Eine Bahnlinie, deren technischer Zustand teils wirklich besorgniserregend ist, läuft sonst Gefahr, wegen mangelnder Attraktivität oder zu hoher Einstiegskosten keinen Partner zu finden", so Gratzer.

Rückfragehinweis:
SPÖ-NÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Fiala
Pressesprecher
Tel: 02742/9005 DW 12794
Mobil: 0664 20 17 137
mailto:andreas.fiala@noel.gv.at

Link zum Originalartikel: http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090422_OTS0270&ch=politik

 

Quelle:
Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
, 22. April 2009

LR Heuras: Mehr Mobilität für das Ybbstal
Verbesserungen für Schüler, Pendler, Wirtschaft und Tourismus

St. Pölten (NLK) - "Wir wollen ein besseres Angebot im öffentlichen Verkehr und mehr Mobilität für die SchülerInnen und Pendler, für die regionale Wirtschaft, deren Leitbetriebe und für den Tourismus im Ybbstal und der Region schaffen", stellte der für den öffentlichen Verkehr zuständige Landesrat Mag. Johann Heuras heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Verkehrsplaner des Landes Niederösterreich, Prof. Dr. Fritz Zibuschka, fest.

"Die Ybbstalbahn wird dort bleiben, wo ein hohes Verkehrsaufkommen besteht", hielt Heuras fest. Ergänzt werde das Angebot mit einem umfassenden Busangebot, Radwegen und Anrufsammeltaxis.

Konkret sieht das vorliegende Mobilitätskonzept für das Ybbstal vor, dass die Bahn im Abschnitt Waidhofen an der Ybbs bis zur Firma Bene erhalten bleibt, da in diesem Abschnitt 70 Prozent der Fahrgäste - vorwiegend SchülerInnen und Pendler - die Bahn derzeit nützen. "Hier herrscht ein gutes Nutzen/Kosten-Verhältnis", bestätigte Heuras. Zusätzlich wird ein umfassendes Busangebot geschaffen, das weit über das der Ybbstalbahn hinausgeht. Damit wird das Ybbstal mit der Erlauftalbahn verknüpft. So biete man zusätzliche touristische Ziele an, schaffe eine SchülerInnen-Verbindung an Weyer und Palfau und könne das Angebot für die Leitbetriebe optimieren, erklärte der Landesrat. Ergänzt wird das Angebot durch Anrufsammeltaxis für den Gelegenheitsverkehr, damit die Bevölkerung nach Bedarf Einkäufe, Behördenwege oder Arztwege erledigen kann. Auf der Trasse der Ybbstalbahn zwischen Gstadt und Göstling wird ein Radweg eingerichtet. "Dieser Radweg ermöglicht eine Verknüpfung mit den touristischen Radrouten des Landes", so Heuras. Als zusätzliches Angebot für Touristen werde der schon bestehende Zugverkehr von Kienberg-Gaming nach Lunz am See bis Göstling ausgeweitet.

"Dieses umfassende Mobilitätskonzept wurde gestern bei der Regionalverbandssitzung präsentiert und positiv angenommen", freute sich der Landesrat über die Zustimmung aus der Region.

Die Kosten gab Heuras mit Einmalinvestitionen in der Höhe von rund 11 Millionen Euro und Betriebskosten von jährlich rund 3,8 Millionen Euro an.

Weitere Informationen: Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten, Prof. Dr. Fritz Zibuschka, Telefon 02742/9005-14971

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12172
http://www.noe.gv.at/nlk


Link zum Originalartikel: http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090422_OTS0144

 

Quelle:
noe.orf.at
, 22. April 2009

Ybbstalbahn soll zum Teil erhalten bleiben

Die Ybbstalbahn soll dort erhalten bleiben, wo es wirtschaftlich und touristisch sinnvoll ist. Etwa die Hälfte der 55 Kilometer langen Strecke soll künftig durch Buslinien ersetzt werden bzw. als Radweg zur Verfügung stehen.

Das Ziel ist ein verbessertes Angebot
Die Ziele seien mehr Mobilität und ein verbessertes Angebot im - derzeit nicht zufriedenstellenden - öffentlichen Verkehr für Schüler und Pendler, sagte Landesrat Johann Heuras (ÖVP) am Mittwoch.

Das bei einer Pressekonferenz mit Verkehrsplaner Fritz Zibuschka vorgestellte Mobilitätskonzept wurde vom Regionalverband Mostviertel am Dienstag einstimmig angenommen. Die Maßnahmen sollen bis 2010 umgesetzt sein.

"Stadtbahn" für Waidhofen an der Ybbs
Die Ybbstalbahn soll - als Nostalgiebahn geführt - das touristische Angebot erweitern, und zwar von Göstling bis Kienberg, sowie künftig als "Stadtbahn" für Waidhofen an der Ybbs bis zur Firma Bene dienen. Auf diesen rund fünf Kilometer langen Abschnitt konzentrieren sich 70 Prozent der Fahrgäste der gesamten Strecke.

Das Busangebot soll u.a. das Ybbstal mit der Erlauftalbahn verknüpfen und Schülern eine Anbindung an Weyer und Palfau bringen. Zwischen Gstadt und Ybbsitz entfallen damit die Eisenbahnkreuzungen, was einen Beitrag zur Sicherheit darstelle. Als Ergänzung für den Gelegenheitsverkehr führte Heuras ein Anrufsammeltaxi-System an (AST). Die Ybbstalbahntrasse zwischen Gstadt und Göstling soll als Radweg genutzt werden.

Wirtschaftsstandort soll gestärkt werden
Durch mehr Mobilität und bessere Anbindung müsse auch der Wirtschaftsstandort gestärkt werden, verwies Heuras auf große, wichtige Betriebe im Ybbstal. Die Kosten stünden im Vergleich zur derzeitigen Bahn im Verhältnis eins zu drei.

Das Konzept - Bahn bei Waidhofen, Radweg- und Straßenbau, Nostalgiestrecke Kienberg-Lunz-Göstling - erfordere Einmal-Investitionen in Höhe von elf Millionen Euro und 3,8 Millionen Euro an jährlichen Betriebskosten. Der Erhalt der "heruntergewirtschafteten" Ybbstalbahn würde sich mit 33 Millionen Euro plus jährlichen elf Millionen Betriebskosten zu Buche schlagen, erklärte Heuras.

Heuras: "Bund keine Hausaufgaben gemacht
Zur derzeitigen Situation der sanierungsbedürftigen Bahn meinte der Landesrat, dass der Bund hier seine "Hausaufgaben nicht gemacht" habe: Es gebe derzeit "Langsam-Fahrstrecken" und Schienenersatzverkehr.

Ein Vergleich mit der Pinzgauer Bahn (auf die Verein der Freunde der Ybbstalbahn verweist) sei aufgrund der völlig unterschiedlichen Frequenzen nicht zulässig.

Link zum Originalartikel: http://noe.orf.at/stories/357116/

 

Quelle:
NÖN - Niederösterreichische Nachrichten
, 21. April 2009

- Hochspannung vor Bahn-Gipfel
Am Dienstag beschließt Regionalverband Konzept. Wortlaut ist offen.

- Pinzgau: Reise ins gelobte Bahn-Land
Nach Besuch der Pinzgaubahn hoffen Aktivisten auf Umdenken der Politik. Die Voraussetzungen sind andere.

- Bahn-Gusto im Pinzgau geholt

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Quelle:
NÖN - Niederösterreichische Nachrichten
, 21. April 2009

- Neuer Plan: Bahn nur mehr in Waidhofen

- 110 Jahre Gstadt-Ybbsitz
Am 3. Mai stampft der Dampfsonderzug von Waidhofen nach Ybbsitz

- Entweder ganz oder gar nicht
Über neue Spielchen rund um die Ybbstalbahn. Kommentar von Stefan Hackl

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Quelle: NÖN - Niederösterreichische Nachrichten
, 21. April 2009

Pinzgau: Reise ins gelobte Bahn-Land
Nach Besuch der Pinzgaubahn hoffen Aktivisten auf Umdenken der Politik. Die Voraussetzungen sind andere.

Die Sätze, die Franz Wenger spricht, hat man alle schon gehört. Der Bürgermeister von Taxenbach trägt ein lässiges, oranges Poloshirt und erzählt: von der Bevölkerung, der die Bahn schon bis zum Halse heraushing, von den ÖBB, die Jahr für Jahr Züge strichen und von den Bürgermeistern, die untereinander stritten, bis die Fetzen flogen. Das war vor zwei Jahren.
Heute steigt Wenger in Zell in den klimatisierten, rot-weißen Niederflurwaggon, genießt das Bergpanorama und ist nach 13 Minuten in seiner Heimatgemeinde angekommen. „Vieles von dem, was bei euch läuft, war bei uns genauso“, sagt er in Richtung seiner weit angereisten Amtskollegen. Diese nicken zustimmend.

40 Personen auf Lehrausflug im Salzburger Land
Eine 40-köpfige Gruppe aus dem Ybbstal war am vergangenen Samstag zum Lokalaugenschein in den Pinzgau nach Salzburg gereist. Einen Tag zuvor hatten die Landtagsabgeordneten Anton Kasser (ÖVP) und Franz Gratzer (SPÖ) ihr überarbeitetes Mobilitätskonzept präsentiert (siehe Artikel links).
Der Pinzgau ist nicht das Ybbstal, das zeigte sich schon kurz nach der Ankunft. So verbucht der Bezirk Zell 8,5 Millionen Nächtigungen im Jahr. Zum Vergleich: Der Ybbstaler Tourismuskönig Göstling bringt es gerade einmal auf 110.000 Nächtigungen.
„Im Grunde sind aber eure Voraussetzungen besser“, sagte Gunter Mackinger, Verkehrsdirektor der Salzburg AG. Er weiß, wovon er spricht. Zwei Lokalbahnen hat Mackinger bereits wieder zum Leben erweckt. „Euer Plus sind die gut gelegenen Bahnhöfe und die zur Gänze erhaltene Strecke“, meint er.

„Regionalbahn kann keiner aus Wien betreiben“
Voraussetzung für eine zukunftsfähige Bahn, das betont hier jeder, sei ein Betreiberwechsel. Als das Land Salzburg die Pinzgaubahn im Juni 2008 übernahm, wurde ein 32 Millionen Euro schweres Paket geschnürt: 24 Millionen trägt das Land, acht das Land.
„Eine Regionalbahn muss regional sein, das kann keiner aus Wien machen“, lautet Mackingers Leitsatz. Seine Mitarbeiter geben ein Beispiel: Findet in Zell ein Konzert statt, bringt die Pinzgaubahn die Besucher 30 Minuten nach dem letzten Lied nach Hause.
Stimmt der Sänger eine Zugabe an, dann wartet der Zug. „Bei der ÖBB wäre eine solche Flexibilität undenkbar.“

Ybbstaler Bürgermeister: Zustimmung und Skepsis
Die fünf mitgereisten Bürgermeister - Franz Heigl (Göstling), Andreas Rautter (St. Georgen), Franz Gratzer (Hollenstein), Erwin Forster (Opponitz) und Josef Hofmarcher (Ybbsitz) - zogen bei der Rückreise im Bus Bilanz.
„Ich denke, dass das Pinzgauer Konzept auch im Ybbstal anwendbar ist“, sagte Forster. Das Land müsse jene Mittel von Bund und ÖBB einfordern, die diese in der Vergangenheit nicht in die Ybbstalbahn investierten.
Skeptischer reagierte Franz Heigl: „Man kann die beiden Täler nicht miteinander vergleichen.“ Und Josef Hofmarcher blieb dabei: „Das hier ist ein vorbildliches Projekt. Aber in Ybbsitz ist das Stimmungsbild eindeutig für den Bus.“

Die Pinzgbaubahn
• Die Pinzgbaubahn wurde 1898 gegründet. Sie verband Zell mit Krimml. 1998 wurde der Güterverkehr von den ÖBB eingestellt. Nach dem Hochwasser 2005 wurden 26 Kilometer Bahntrasse zerstört.
• Im Juni 2008 übernahm das Land die Infrastruktur, die Salzburger Lokalbahn den Betrieb. Der Bund investiert 24 Millionen Euro, das Land 8 Millionen. Bis Dezember wird die zerstörte Strecke komplett neu errichtet. Die 13 Gemeinden entlang der Bahn zahlen jährlich 20.000 Euro. Konkrete Fahrgastzahlen liegen noch nicht vor.


Link zum Originalartikel: http://www.noen.at/redaktion/n-ybb/article.asp?Text=296637&cat=325

 


Quelle: Salzburg Heute (ORF)
, 18. April 2009

Pinzgaubahn als Vorbild

Salzburg Heute - Pinzgaubahn als Vorbild
Samstag, 18.04.2009; 19:00; ORF2
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Die Pinzgaubahn kann sich nach ihrem Neustart vor zehn Monaten über steigende Fahrgastzahlen freuen. Jetzt ist die Bahn, die von der Salzburger Lokalbahn betrieben wird, sogar Vorbild für die bankrotte Ybbstalbahn in Niederösterreich.
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Quelle: ORF

Link zum Originalartikel: http://ondemand.orf.at/bheute/player.php?id=sbg&day=2009-04-18

 

Quelle:
salzburg.orf.at, 18. April 2009

Pinzgaubahn wird Vorbild im Ybbstal

Die Pinzgaubahn kann sich nach ihrem Neustart vor zehn Monaten über steigende Fahrgastzahlen freuen. Jetzt ist die Bahn, die von der Salzburger Lokalbahn betrieben wird, sogar Vorbild für die bankrotte Ybbstalbahn in Niederösterreich.

Eigentümerwechsel als Überlebensgrundlage
50 Bürgermeister, Landtagsabgeordnete und Bahn-Begeisterte aus den Ybbstaler Gemeinden haben sich am Samstag angesehen, wie es die Pinzgaubahn geschafft hat, nicht nur zu überleben, sondern einen erfolgreichen Neustart hinzulegen.

Die wichtigste Empfehlung aus Salzburg lautet dabei: ohne den Eigentümerwechsel von den ÖBB zum Land wäre nichts gegangen, gleichzeitig brauche es eine erfahrene Betreibergesellschaft, die auf den Bedarf vor Ort flexibel reagiert und auch investiert. Für den Neustart der Pinzgaubahn wurden immerhin 33 Millionen Euro locker gemacht.

Zugbegleiter statt anonymer Automaten
"Es gibt mir diese Verländerung einmal sehr große Hoffnung, dass der Betreiber hier an Ort und Stelle sitzt, dass man das wirklich modern führt und dass man in kurzer Zeit einfach das, was bei der ÖBB nicht möglich war, derartig positive Änderungen gemacht hat, sodass die Bevölkerung auch auf die Bahn wieder anspricht", sagt Siegfried Nykodem von der Initiative Ybbstalbahn.

Die neue Pinzgaubahn fährt nicht nur mit modernstem Zugmaterial, sondern auch mit Zugbegleitern anstelle anonymer Fahrscheinautomaten. Die Züge halten jetzt auch nur mehr auf Verlangen - und siehe da - die Fahrgäste kehren zurück.

Für heuer rechnet man mit 600.000Fahrgästen. Das wäre eine Verdoppelunng gegenüber den Zahlen der letzten ÖBB-Jahre.

"ÖBB haben Bahn heruntergewirtschaftet"
Genau das streben nun die Ybbstaler Gemeindevertreter und Bahninitiativen auch für ihre Nebenbahn an. Dort sanken die Fahrgastzahlen von 700.000 auf zuletzt unter 400.000 pro Jahr.

"Die Fakten sind derzeit schlecht, weil die ÖBB die Ybbstalbahn in den letzten 15 Jahren heruntergewirtschaftet haben, sie fahrplanmäßig ruiniert haben, sodass die Leute nicht mehr mit der Bahn fahren wollten", sagt Franz Gratzer, Bürgermeister der Gemeinde Hollenstein (Niederösterreich).

Die Ybbstalbahn-Initiative versucht jetzt das Ruder herumzureißen und die Pinzgauer Erfahrungen zu verwerten. Man verhandelt auch bereits mit möglichen neuen Betreibergesellschaften.

Link zum Originalartikel: http://salzburg.orf.at/stories/356202/

 

Quelle: Kurier
, 17. April 2009

Ringen um Rettung der Ybbstalbahn
Über die Existenz der Ybbstalbahn wird hektisch verhandelt. Bahnretter starten eine Exkursion zum Vorbild Pinzgaubahn.

Die Ybbstalbahn liegt zum x-ten Mal in den "letzten Zügen". Hinter den Kulissen, aber auch mit offenem Visier wird politisch um die Existenz der Schmalspur und andererseits um ein alternatives öffentliches Verkehrsnetz im Ybbstal gerungen.

Immer öfter wurde zuletzt vom Aus der Schmalspur-Linie zwischen Waidhofen und Lunz gesprochen. Offizielle Entscheidungen, wie etwa im Vorstand des Regionalverbands, wurden dann doch nicht getroffen - der KURIER berichtete. Nach dem, unter Zutun des Landesverkehrsprofessors Friedrich Zibuschka, erarbeiteten Konzept, könnte schon in den nächsten Jahren ein Busnetz die Öffi-Dienste in den südlichen Teilen der Bezirks Amstetten und Scheibbs leisten. Als Touristenbahn sollten nur mehr ein Wurmfortsatz zwischen Göstling und Lunz und eine Art Schienenbus in Waidhofen erhalten bleiben.

Ein Konzept, das von VP-Vertretern als effektiver und kostengünstiger dargestellt wird, als das marode Schienennetz zu sanieren und zu modernisieren.

Proteste
Bahnbefürworter treibt dieser Plan auf die Barrikaden. Im vergangenen Herbst sammelten sie 5600 Unterschriften für die Rettung der Linie. Aktuell richtete die österreichweite Organisation "Probahn" eine Unterstützungsaktion über Internet (www.probahn.at) ein. "2600 haben schon unterzeichnet, viele melden sich aus dem Ausland, sogar ein Australier kämpft mit uns", berichtete Siegfried Nykodem, Sprecher des Vereins "Pro Ybbstalbahn". Er setzte auf Überzeugungsarbeit und organisierte mit anderen Aktivisten für morgen eine Exkursion zur Pinzgauer Lokalbahn. Die sei vom Land Salzburg übernommen und nach geschickten Verhandlungen im Vorjahr mit 30 Millionen Euro an Bundes- und ÖBB-Geldern zu neuem Leben erweckt worden, so Nykodem.

Ob seine Rettungsaktion noch rechtzeitig kommt, ist ungewiss. Wie der KURIER erfuhr, berieten gestern nach Redaktionsschluss die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden erneut mit Zibuschka. Für heute lud der Regionalverband Mostviertel zu einer neuerlichen Pressekonferenz. Thema: "Ein den Erfordernissen der Zeit angepasster öffentlicher Verkehr".

Link zum Originalartikel: http://www.kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/311724.php

 


Quelle: Konkret - Das Servicemagazin (ORF)
, 10. April 2009

Kampf um die Ybbstalbahn

Konkret - Das Servicemagazin - Kampf um die Ybbstalbahn
Freitag, 10.04.2009; 18:30; ORF2
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Seit Jahren gibt es die Diskussion in Österreich über Nebenbahnen. Eine solche ist jetzt von der Schließung bedroht. Es geht um die Ybbstalbahn in Niederösterreich zwischen Waidhofen a.d. Ybbs und Lunz. Tausende Unterschriften wurden mittlerweile gesammelt, die sich für die Erhaltung der Ybbstalbahn aussprechen. Skeptiker – darunter auch Politiker- meinen, der Erhalt der Bahn sei nicht wirtschaftlich. Daher sollte man überlegen, die Bahn etwa durch ein Bus- Konzept zu ersetzen. Hans Christian Scheid unterahm einen Lokalaugenschein im Ybbstal.
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Quelle: ORF

Link zum Originalartikel: http://tv.orf.at/program/orf2/20090410/450851101/262520/

 

Quelle: NÖN - Niederösterreichische Nachrichten
, 6. April 2009

Keine ÖBB-Resolution
Die SPÖ fand für einen Dringlichkeitsantrag zur Ybbstalbahn keine Mehrheit im Waidhofner Gemeinderat.

„Wenn die Resolution erst bei der nächsten Gemeinderatssitzung behandelt wird, gibt es die Ybbstalbahn vielleicht gar nicht mehr.“
Den SPÖ-Mandataren stieß bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag sauer auf, dass ihr Dringlichkeitsantrag, sich mit einer Resolution zur Rettung der Ybbstalbahn an Verkehrsminister Doris Bures zu richten, mit den Stimmen der Mehrheitsfraktion der geschäftsmäßigen Behandlung zugewiesen wurde.
Weiters sollte das Schreiben an Kanzler Werner Faymann, Vizekanzler Josef Pröll, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und die Direktion der ÖBB gehen.

Mair: „Öffentlicher Verkehr ist kein Spielball der Politik“
„Eine Festlegung, wie der öffentliche Verkehr im Ybbstal durchzuführen ist, ist zu früh“, wies WVP-Stadtrat Franz Sommer das Ansinnen der SPÖ zurück. „Wir wollen erst alle Fakten auf dem Tisch haben, um zu entscheiden. Jetzt schon zu sagen, das soll oder muss mit der Ybbstalbahn erfolgen, wäre ein Fehler“, so Sommer.
„Wir brauchen rasche und präzise Entscheidungsprozesse zu diesem wichtigen Thema. Es ist schade, dass daraus ein parteipolitischer Spielball geworden ist“, erklärte Bürgermeister Wolfgang Mair. Vize Alfred Mandl bestand in der Folge auf die Verlesung der Resolution. Der Antrag auf Aufnahme in die Tagesordnung wurde von der WVP abgelehnt, von SPÖ, UWG, FPÖ und Grünen befürwortet.

Die Resolution
Wortlaut der von der SPÖ dem Gemeinderat vorgeschlagenen Resolution:

Die Ybbstalbahn - eine ökologische und volkswirtschaftliche Notwendigkeit!

Die steigenden Treibstoffkosten und die durch den vermehrten Verkehr gestiegenen Umweltprobleme sowie das damit verbundene Bekenntnis der Politik zu Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen ließen die Schließung der für die Region wichtigen Bahnlinie mit den Zweigen Waidhofen-Lunz und Waidhofen-Ybbsitz als unverständlich erscheinen. Die Ybbstalbahn mit ihren ca. 475.000 Fahrgästen jährlich oder ca. 1.300 Fahrgästen täglich ist eine sowohl für den Schülertransport, für den sanften Tourismus (z.B. Radtourismus) als auch für jene Personen des Ybbstales, die über kein eigenes KFZ verfügen, eine unbedingte Notwendigkeit. Krankenhausbesuche, Arztbesuche und Einkäufe in der nächstgrößeren Gemeinde würden für viele Bewohner des Ybbstales erschwert bzw. unmöglich. Eine nicht notwendige zusätzliche Umweltbelastung würde der Schülertransport mittels Bussen statt mit der Bahn mit sich bringen. Die Bahn als innerstädtisches Verkehrsmittel vom Hauptbahnhof bis nach Gstadt ist für die Stadt Waidhofen an der Ybbs im Speziellen von großer Bedeutung. Der Gemeinderat der Stadt Waidhofen an der Ybbs fordert daher die verantwortlichen Vertreter des Bundes und des Landes auf, sich für den Weiterbestand und für eine rasche Modernisierung der Ybbstalbahn einzusetzen.

Link zum Originalartikel: http://www.noen.at/redaktion/n-ybb/article.asp?Text=295152&cat=325

 

Quelle: SPÖ-Niederösterreich
, 29. März 2009

Leitner / Haberzettl: Klares Bekenntnis aller Verantwortlichen zur Ybbstalbahn gefordert
Weiterführung der Nebenbahnen wichtig für Stärkung der Regionen

St. Pölten (SPI) - "Die Ybbstalbahn darf nicht einfach geschlossen werden,  wenn Verhandlungen über die Weiterführung noch im Gange sind", erklärt der Vorsitzende der SPÖ NÖ, LHStv. Dr. Sepp Leitner, "die vielen PendlerInnen sind auf diese Verbindung angewiesen und erwarten zu Recht, dass die sowieso schon stark benachteiligten Regionen nicht noch weiter infrastrukturell ausgedünnt werden!"

Die zuständige Verkehrs- und Infrastrukturministerin Doris Bures bestätigt laufende Verhandlungen zwischen Bund, Land und ÖBB über die Zukunft der fünf Schmalspurbahnen in Niederösterreich, für die es eine Sonderlösung geben muss, da diese aus dem Budget des laufenden Bauprogramms nicht finanzierbar sind. "Auch die Ybbstalbahn ist als Teil dieses Gesamtpakets Gegenstand der aktuellen Verhandlungen", informiert Leitner.

"Ein vorzeitiges Aus der Ybbstalbahn ist verantwortungslos, wenn die Verhandlungen über deren Zukunft noch geführt werden. Die Ergebnisse müssen unbedingt abgewartet werden. Es liegt nun an den
Verantwortlichen, Kreativitätsgeist und innovatives verkehrspolitisches Denken an den Tag zu legen", so Wilhelm Haberzettl, Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen im ÖGB (FSG).
"Gerade in Zeiten der zunehmenden Umwelt- und Energieprobleme sowie horrender Verkehrszuwächse sind alle Beteiligten gefordert, endlich Konzepte auf den Tisch zu legen und nicht reflexartig mit Schließung zu reagieren! Die betroffenen Pendler brauchen Lösungen, keinen unüberlegten Kahlschlag der Infrastruktur", unterstrich Haberzettl. Die Gewerkschaft sei jedenfalls bereit, an konstruktiven Lösungen mitzuarbeiten, fügte der FSG-Vorsitzende hinzu.

"Ich erwarte mir von den Verantwortlichen bei Bund, Land und ÖBB ein klares Bekenntnis zur Ybbstalbahn bzw. ein konkretes Konzept zu Alternativen in den Regionen!", so Leitner: "die Leute haben ein Recht darauf, rasch - in den nächsten Wochen - zu erfahren, wie es weiter geht!"

Link zum Originalartikel: http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090329_OTS0018&ch=politik

 

Quelle: Wiener Zeitung
, 28. März 2009

Die letzten Züge der Ybbstalbahn
Die Schmalspur-Strecke zwischen Waidhofen und Lunz am See könnte noch heuer endgültig eingestellt werden

> Steht 110-jährige Bahn vor dem Aus?
> Privat-Initiativen kämpfen für Rettung.

St. Pölten/Lunz am See. Es ist Samstag, 12:42 Uhr. Am Bahnhof der niederösterreichischen Gemeinde Lunz am See harrt am Bahnsteig einsam der Triebwagen der Ybbstalbahn vom Typ 5090 der Abfahrt. Eigentlich hätte der Zug bereits vor Minuten abfahren sollen, aber noch ist niemand zu sehen.

Vergilbte Fotos in einem Schaukasten künden von jener Zeit, als der Zug noch regelmäßig Güter und Personen zwischen den Bahnhöfen Waidhofen und Kienberg transportiert hat. Eröffnet wurde die 71 Kilometer lange Schmalspurstrecke im November 1898, vier Monate später wurde das letzte Teilstück zwischen Ybbsitz und Gstadt fertiggestellt.

Gegen unheilige Allianz
Obwohl die Linie in der Zwischen- und Nachkriegszeit noch rentabel war, setzten die ÖBB ab den 70er Jahren den Rotstift an. Investitionen wurden zurückgestellt, Personal abgebaut und die Frequenz reduziert. Seit die Bergstrecke zwischen Lunz und Kienberg 1988 stillgelegt und die Bahn zur Einweg-Linie degradiert wurde, schwelt zwischen dem Land Niederösterreich, Bund und den ÖBB ein heftiger Streit über die Zukunft der Teilstrecke Waidhofen – Lunz.

Davon, wie es früher einmal war, erzählt der ehemalige Lunzer Fahrdienstleiter Ernst Haigl. Vor 30 Jahren seien die Züge noch voll gewesen. Dann kam das "Zeitalter des Einschlafens. Heute pendelt kein Mensch mit der Ybbstalbahn", seufzt er. Fahrdienstleiter gibt es in Lunz nun keinen mehr. Niemanden, den man nach der Abfahrtszeit der Garnitur fragen könnte. Der Kassenschalter im Warteraum ist geschlossen, einen Fahrkartenautomaten gibt es nicht.

Dafür kämpft der Verein "Club 598" seit Jahrzehnten um den Erhalt der Ybbstalbahn. Obmann Siegfried Nykodem: "Da die Strecke mit den ÖBB nicht zu betreiben ist, fordern wir das Land Niederösterreich auf, die Linie zu retten." Es mangle allein am Willen der Politiker. Das Land stecke jährlich eine Million Euro in die Ybbstalbahn. "Wo ist das Geld? Was ist investiert worden?", fragt Nykodem. Von einer "unheiligen Allianz" zwischen ÖBB und Land spricht Peter Haibach von "probahn Österreich". Es gebe keine Bemühungen, einen Betreiber zu finden, sagt er. "Wir hätten die Leute." Den Plan, den Verkehr mit Bussen sicherzustellen, lehnen die Bahnfreunde ebenso ab wie die Idee, auf der Bahntrasse einen Radweg anzulegen.

Im Büro der Landesregierung in St. Pölten beurteilt man die Situation naturgemäß anders. Laut Verkehrsplaner Friedrich Zibuschka würden jährlich sogar sieben Millionen Euro – eine Million Euro beträgt der Zuschuss des Landes – in die Ybbstalbahn investiert. Dem stünden Einnahmen in der Höhe von 250.000 Euro gegenüber. Grund genug also, um auf ein Buskonzept zu setzen. Laut Zibuschka würde die Sanierung 30 Millionen Euro kosten, "die Erweiterung des Busnetzes hingegen gerade mal ein Drittel".

Das die Ybbstal-Gemeinden keinen Protest eingelegt haben, findet der Verkehrsexperte nicht seltsam. Den Vorwurf, dass sich das Land für diese "Rückendeckung erkenntlich zeigen" würde, weist Zibuschka zurück. Finanzielle Zusagen gebe es nur für Projekte, die mit der Einstellung der Bahn im Zusammenhang stehen. "Das stimmt nicht", sagt der Hollensteiner SPÖ-Gemeinderat Eckehardt Buder und will wissen, dass die freien ÖBB-Gründe an die Gemeinden verschenkt werden sollen.

Nur vier Züge am Tag
"Das ist Spekulation", sagt wiederum ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif. "Ich weiß von dem Plan nichts." Auch nichts darüber, wann die Ybbstalbahn eingestellt werden könnte (kolportiert wird Juni 2009). Es werde mit Bund und Land verhandelt. Alles hänge vom Erfolg des Buskonzepts des Landes ab. Darüber hätte der Mostviertler Regionalverband am Freitag abstimmen sollen, jedoch wurde die Sitzung nach Intervention der Opposition im Landtag wegen "Unsicherheiten" abgesagt.

Am Lunzer Bahnhof ist um 12:46 Uhr der Triebwagenführer zu Fuß eingetroffen. "Ich fahre immer etwas später ab", entschuldigt er sich und zwängt sich in den Führerstand. "Bei uns geht wegen der Langsamfahrstellen und Stehzeiten alles viel langsamer." Tatsächlich benötigt der Zug für die elf Kilometer kurze Strecke bis Göstling geschlagene 24 Minuten. Der Fahrkarte kostet 2,30 Euro. Für den ÖBB-Bediensteten ist klar: Die Bahn wird eingestellt. Darum gebe es auch "einen Fahrplan, den kein Mensch braucht."

In dieselbe Kerbe schlägt auch der Bürgermeister von Lunz am See, Martin Ploderer: "Wir haben viele Schüler, die mit dem Zug pendeln." Seit aber die Verbindung durch den neuen Fahrplan schlechter geworden ist, setze er auf den Bus. So habe man gemeinsam mit anderen Gemeinden einen Schülerbus organisiert. "Es kann ja nicht sein, dass die Kinder zwei Stunden in die Schule fahren", so Ploderer.

Im oberen Ybbstal ist der leere Zug mit Verspätung in Göstling eingerollt. Nur ein Mädchen steigt zu. Vielleicht war es sie, die in dem Waggon diese Worte auf einen Abfallbehälter gekritzelt hat: "Wir werden zu dir stehen, egal was auch passiert, denn du bist unser Leben." Ein Bahnleben, das in den letzten Zügen liegt.

Link zum Originalartikel: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&Alias=WZO&cob=405573

 

Quelle: Wiener Zeitung
, 27. März 2009

Die letzten Züge der Ybbstalbahn
Die Schmalspur-Strecke zwischen Waidhofen und Lunz am See könnte noch heuer endgültig eingestellt werden

St. Pölten/Lunz am See. Es ist Samstag, 12:42 Uhr. Am Bahnhof der niederösterreichischen Gemeinde Lunz am See harrt am Bahnsteig einsam der Triebwagen der Ybbstalbahn vom Typ 5090 der Abfahrt. Eigentlich hätte der Zug bereits vor Minuten abfahren sollen, aber noch ist niemand zu sehen.

Vergilbte Fotos in einem Schaukasten künden von jener Zeit, als der Zug noch regelmäßig Güter und Personen zwischen den Bahnhöfen Waidhofen und Kienberg transportiert hat. Eröffnet wurde die 71 Kilometer lange Schmalspurstrecke im November 1898, vier Monate später wurde das letzte Teilstück zwischen Ybbsitz und Gstadt fertiggestellt.

Gegen unheilige Allianz
Obwohl die Linie in der Zwischen- und Nachkriegszeit noch rentabel war, setzten die ÖBB ab den 70er Jahren den Rotstift an. Investitionen wurden zurückgestellt, Personal abgebaut und die Frequenz reduziert. Seit die Bergstrecke zwischen Lunz und Kienberg 1988 stillgelegt und die Bahn zur Einweg-Linie degradiert wurde, schwelt zwischen dem Land Niederösterreich, Bund und den ÖBB ein heftiger Streit über die Zukunft der Teilstrecke Waidhofen – Lunz.

Davon, wie es früher einmal war, erzählt der ehemalige Lunzer Fahrdienstleiter Ernst Haigl. Vor 30 Jahren seien die Züge noch voll gewesen. Dann kam das "Zeitalter des Einschlafens. Heute pendelt kein Mensch mit der Ybbstalbahn", seufzt er. Fahrdienstleiter gibt es in Lunz nun keinen mehr. Niemanden, den man nach der Abfahrtszeit der Garnitur fragen könnte. Der Kassenschalter im Warteraum ist geschlossen, einen Fahrkartenautomaten gibt es nicht.

Dafür kämpft der Verein "Club 598" seit Jahrzehnten um den Erhalt der Ybbstalbahn. Obmann Siegfried Nykodem: "Da die Strecke mit den ÖBB nicht zu betreiben ist, fordern wir das Land Niederösterreich auf, die Linie zu retten." Es mangle allein am Willen der Politiker. Das Land stecke jährlich eine Million Euro in die Ybbstalbahn. "Wo ist das Geld? Was ist investiert worden?", fragt Nykodem. Von einer "unheiligen Allianz" zwischen ÖBB und Land spricht Peter Haibach von "probahn Österreich". Es gebe keine Bemühungen, einen Betreiber zu finden, sagt er. "Wir hätten die Leute." Den Plan, den Verkehr mit Bussen sicherzustellen, lehnen die Bahnfreunde ebenso ab wie die Idee, auf der Bahntrasse einen Radweg anzulegen.

Im Büro der Landesregierung in St. Pölten beurteilt man die Situation naturgemäß anders. Laut Verkehrsplaner Friedrich Zibuschka würden jährlich sogar sieben Millionen Euro – eine Million Euro beträgt der Zuschuss des Landes – in die Ybbstalbahn investiert. Dem stünden Einnahmen in der Höhe von 250.000 Euro gegenüber. Grund genug also, um auf ein Buskonzept zu setzen. Laut Zibuschka würde die Sanierung 30 Millionen Euro kosten, "die Erweiterung des Busnetzes hingegen gerade mal ein Drittel".

Das die Ybbstal-Gemeinden keinen Protest eingelegt haben, findet der Verkehrsexperte nicht seltsam. Den Vorwurf, dass sich das Land für diese "Rückendeckung erkenntlich zeigen" würde, weist Zibuschka zurück. Finanzielle Zusagen gebe es nur für Projekte, die mit der Einstellung der Bahn im Zusammenhang stehen. "Das stimmt nicht", sagt der Hollensteiner SPÖ-Gemeinderat Eckehardt Buder und will wissen, dass die freien ÖBB-Gründe an die Gemeinden verschenkt werden sollen.

Nur vier Züge am Tag
"Das ist Spekulation", sagt wiederum ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif. "Ich weiß von dem Plan nichts." Auch nichts darüber, wann die Ybbstalbahn eingestellt werden könnte (kolportiert wird Juni 2009). Es werde mit Bund und Land verhandelt. Alles hänge vom Erfolg des Buskonzepts des Landes ab. Darüber hätte der Mostviertler Regionalverband am Freitag abstimmen sollen, jedoch wurde die Sitzung nach Intervention der Opposition im Landtag wegen "Unsicherheiten" abgesagt.

Am Lunzer Bahnhof ist um 12:46 Uhr der Triebwagenführer zu Fuß eingetroffen. "Ich fahre immer etwas später ab", entschuldigt er sich und zwängt sich in den Führerstand. "Bei uns geht wegen der Langsamfahrstellen und Stehzeiten alles viel langsamer." Tatsächlich benötigt der Zug für die elf Kilometer kurze Strecke bis Göstling geschlagene 24 Minuten. Der Fahrkarte kostet 2,30 Euro. Für den ÖBB-Bediensteten ist klar: Die Bahn wird eingestellt. Darum gebe es auch "einen Fahrplan, den kein Mensch braucht."

In dieselbe Kerbe schlägt auch der Bürgermeister von Lunz am See, Martin Ploderer: "Wir haben viele Schüler, die mit dem Zug pendeln." Seit aber die Verbindung durch den neuen Fahrplan schlechter geworden ist, setze er auf den Bus. So habe man gemeinsam mit anderen Gemeinden einen Schülerbus organisiert. "Es kann ja nicht sein, dass die Kinder zwei Stunden in die Schule fahren", so Ploderer.

Im oberen Ybbstal ist der leere Zug mit Verspätung in Göstling eingerollt. Nur ein Mädchen steigt zu. Vielleicht war es sie, die in dem Waggon diese Worte auf einen Abfallbehälter gekritzelt hat: "Wir werden zu dir stehen, egal was auch passiert, denn du bist unser Leben." Ein Bahnleben, das in den letzten Zügen liegt.

Link zum Originalartikel: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&Alias=wzo&cob=405573

 

Quelle: Die Grünen im NÖ Landtag
, 26. März 2009

Grüne verhinderten "Aus" für die Ybbstalbahn
Nach Unterschriftenaktion der Grünen Niederösterreich wurde Sitzung des Regionalverbands Mostviertel abgesagt.

St.Pölten (OTS) - Morgen, Freitag 27. März 2009, sollte in der Sitzung des Regionalverbands Mostviertel über das Aus für die Ybbstalbahn entschieden werden. Busse sollen die Bahn ersetzen. Die Grünen Niederösterreich initierten daher heute im NÖ Landtag im Rahmen der Landtagssitzung eine Unterschriftenaktion für den Erhalt der Ybbstalbahn, nachdem ihre Forderung nach einer Aussetzung dieser Sitzung bisher ungehört blieb. Ergebnis der Unterschriftenaktion im Sitzungsaal: Alle anwesenden Abgeordneten der Grünen, SPÖ und FPÖ haben sich mit ihrer Unterschrift klar für die Weiterführung der Ybbstalbahn ausgesprochen, aber kein einziger Abgeordneter der ÖVP
war dazu bereit - selbst die regionalen Vertreter der ÖVP im NÖ Landtag verweigerten ihre Unterschrift.
Kurz nach der Aktion im Landtag erreichte die Abgeordneten im Landtag die Nachricht, dass die Sitzung morgen ausgesetzt wird. Offizieller Grund: "Wegen Unsicherheiten." Ersatztermin gibt es noch keinen. Für die Grünen NÖ und die Initiativen, die für den Erhalt der Bahn kämpfen,  ein erster Erfolg gegen den geplanten ÖVP-Schlag gegen die - für sie unliebsamen - Nebenbahnen.  Thomas Huber: "Wir werden nicht müde für den Erhalt und die Weiterführung der Ybbstalbahn zu kämpfen - jetzt erst recht!"

Link zum Originalartikel: http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090326_OTS0285&ch=politik

 
 
Letztes Update: 07.09.2010 12:40

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